Manaus erreicht Herdenimmunität

als erste Stadt weltweit

(01.10.2020) Hat die erste Stadt bereits eine Corona-Durchseuchung erlebt? Das Ergebnis einer Studie beschäftigt gerade ein internationales Forscherteam. Demnach könnte die brasilianische Metropole Manaus die erste Stadt der Welt sein, die eine Art Herdenimmunität gegen das Corona-Virus entwickelt hat. Dafür wurden Tausende Blutspenden aus den Städten Manaus und Sao Paulo auf ihren Antikörpergehalt untersucht. So konnte gezeigt werden, wie viele von ihnen bereits mit dem Virus infiziert waren.

Demnach hatten rund 66 Prozent der Einwohner von Manaus das Coronavirus bereits gehabt und sind damit zumindest vorübergehend immun. Diese Quote ist hoch genug, um von einer Herdenimmunität sprechen zu können. Das bedeutet, dass das Virus innerhalb dieser spezifischen Gruppe nicht mehr genügend Opfer für eine Ansteckungskette findet. Diese Studie muss nun noch von Fachkollegen überprüft werden.

Allerdings zahlte Manaus für diese Herdenimmunität einen hohen Preis. Anders als in Europa gab es in der brasilianischen Großstadt mit 1,8 Millionen Einwohner keinen Lockdown oder andere strikte Maßnahmen gegen das Corona-Virus. Die Folge: Über 4.000 Menschen sind laut dem Forscherteam an dem Virus gestorben. Am ersten Höhepunkt der Pandemie sind bis zu 100 Menschen pro Tag an Covid-19 gestorben. Das Gesundheitssystem war am Limit.

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Mittlerweile sind die Zahlen in Manaus im Vergleich zum restlichen Brasilien deutlich zurückgegangen. Der Effekt der Herdenimmunität könnte zwar dafür verantwortlich sein, muss es aber nicht, sagen Experten.

(mh)

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