Hotels mit Bewertung erpresst

So frech sind manche Gäste

“Geben sie mir ihre Suite, sonst bekommen sie eine 1-Stern-Bewertung!“ So oder so ähnlich werden jetzt immer mehr österreichische Hoteliers von ihren Gästen erpresst. Die dreisten Urlauber wissen genau, dass schlechte Bewertungen im Netz Gift für jeden Hotelier sind. Deswegen setzen sie ihnen die Pistole auf die Brust, schildert Walter Veit, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung:
“Der Gast checkt ein und sieht, dass das Hotel nicht ausgebucht ist. Daraufhin fordert er ein größeres Zimmer. Man zeigt ihm dann seine Buchung, die ist ihm aber egal, er besteht auf mehr Platz. Sonst werde sich das auf die Bewertung auswirken.“

Das ist leider kein Einzelfall, sagt Veit:
“Ich kenne Beispiele, bei denen der Gast an der Rezeption plötzlich 30 Prozent Preisnachlass fordert. Und dann muss man als Hotelier eben mit entsprechend viel Fingerspitzengefühl reagieren.“

In Wahrheit hat der Hotelier aber nur zwei Möglichkeiten, so Veit:
“Entweder ich gebe nach und lass mich tatsächlich erpressen. Oder ich bleibe hart, sage Nein und riskiere dann die schlechte Bewertung. Dann ist es aber natürlich wichtig, dass ich sofort reagiere, darunter poste und die Sache so richtigstelle. Das schlechte Rating bekomme ich damit aber leider nicht weg.“

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