Hundebisse: 800 Kids pro Jahr

"Hund ist kein Spielzeug!"

(04.08.2020) In Österreich werden jedes Jahr rund 800 Kinder von Hunden gebissen. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Grazer Forschungszentrums für Kinderunfälle. Allein letzte Woche sind drei Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren von Hunden in den Kopf gebissen worden. Laut Studie ist bei jedem zweiten Hundebiss der Kopf oder das Gesicht des Kindes betroffen. Und in zwei von drei Fällen ist es der eigene Familienhund oder der Vierbeiner von Verwandten bzw. guten Bekannten, der zuschnappt.

Das Problem: Vor allem Kinder sind Hunden oft zu aufdringlich, sagt Hundetrainer Sascha Steiner:
"Ein absoluter Klassiker: Das Enkelkind ist bei der Oma zu Besuch und will mit deren Hund spielen. Der Hund will das nicht, das Kind gibt aber keine Ruhe und umarmt und knuddelt ihn. Und wenn sonst niemand darauf achtet, dann kann es leider auch mal zu einem Biss kommen. Sollte nicht passieren, kann aber eben passieren."

Die Hundebesitzer achten leider oft viel zu wenig auf die Signale ihrer Vierbeiner, so Steiner:
"Ich hatte erst letzte Woche einen Fall, da hat eine Hundebesitzerin unbedingt mit ihrem Hund kuscheln wollen. Der Hund hat bereits die Lefzen hochgezogen, doch sie hat das einfach nicht respektiert. Hunde sind kein Spielzeug. Sie wollen nicht ständig geknuddelt werden, sondern auch einfach mal ihre Ruhe haben."

(mc)

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