Hundequäler in Mistelbach

Giftköder mit Nägeln ausgelegt

(14.07.2021) Die Polizei ermittelt wegen Tierquälerei in Gnadendorf (Bezirk Mistelbach). Im Ortsteil Eichenbrunn wurden vergangenen Freitag und am Montag in einer Grünfläche neben der Gemeindestraße mit Gift und Nägeln präparierte Köder ausgelegt. Ein Hund dürfte einen Köder geschluckt haben und musste in der Tierklinik behandelt werden. Hinweise zur Ausforschung der unbekannten Täter werden laut Aussendung von Mittwoch an die Polizeiinspektion Ladendorf (Tel.: 059133-3271) erbeten.

Elisabeth Penz von den "Vier Pfoten"

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Bei den Ködern handelte es sich um Leberwurst mit Nägeln und Speck mit Rattengift, teilte die Gemeinde auf ihrer Webseite mit. "Tierquälerei ist eine ernst zu nehmende Straftat und kein Kavaliersdelikt", hielt Veronika Weissenböck, Kampagnenleiterin bei Vier Pfoten, in einer Aussendung fest. Sie appellierte an Bürger, bei Verdacht auf Giftköder oder beim Beobachten der mutmaßlichen Täter unverzüglich eine Meldung bei der Polizei zu machen.

Besteht der Verdacht auf Vergiftung eines Vierbeiners, sollte sofort ein Tierarzt kontaktiert werden. Die Symptome sind laut Weissenböck unter anderen offensichtliche Übelkeit, Erbrechen, Taumeln, Krämpfe, Durchfall, Atemstörungen, helle Schleimhäute im Rachenbereich und schneller Puls bis hin zum Herzstillstand. "Wichtig ist, den Hund nicht selbst zum Erbrechen zu bringen, wenn man nicht weiß, was genau er zu sich genommen hat. Es könnte etwas Ätzendes oder Scharfkantiges sein, das dann noch mehr Schaden anrichtet", erklärte die Kampagnenleiterin.

(fd)

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