Hungernde Kinder in Gaza!

Kein Waffenstillstand?

(26.03.2024) Kinder und Jugendliche im Gazastreifen werden angesichts der verheerenden Versorgungslage immer verzweifelter. Kinder träumten von einer Gurkenscheibe oder bettelten um eine Tomate, berichtete der Sprecher des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF, James Elder, am Dienstag aus dem Gazastreifen. Jugendliche hätten im Gespräch mit UNICEF gesagt, sie hofften, beim nächsten Angriff umzukommen, damit der Albtraum ihres Lebens ende.

In den Krankenhäusern lägen völlig abgemagerte Kinder, die wenigen funktionierenden Brutkästen seien voll mit Frühgeborenen, deren Leben am seidenen Faden hänge. Die Hungerkrise im Gazastreifen sei "menschengemacht", betonte Elder. Hunderte Lastwagen mit Nahrungsmitteln stünden an den Grenzen bereit, dürften aber nicht hineinfahren. "Lebenswichtige Hilfe wird behindert", sagte er.

Nach Angaben des UNO-Hilfswerks für Palästinenser (UNRWA) verweigert Israel inzwischen allen seinen Konvois die Einfahrtgenehmigung. Die israelische Regierung wirft der Organisation die Verstrickung zahlreicher Mitarbeiter in terroristische Aktivitäten, darunter auch das Massaker vom 7. Oktober, und in die Strukturen der radikalen Palästinenserorganisation Hamas vor. Neben den Vereinten Nationen verteilen unter anderem auch Rothalbmond-Organisationen Hilfsgüter. Elder appellierte an die israelischen Behörden, Grenzübergänge im Norden zu öffnen. Damit könne die Hungerkrise innerhalb weniger Tage beendet werden.

Nach Angaben von Elder gibt es in Rafah im Süden des Landes nur noch eine Toilette für 800 Menschen. Als Standard in Katastrophensituationen gelte, mindestens eine Toilette für 20 Menschen bereitzustellen.

Kein Waffenstillstand in Sicht

Die radikal-islamische Palästinensergruppe Hamas will an ihrem ursprünglichen Vorschlag für einen Waffenstillstand festhalten. Das teilte die Extremistenorganisation den internationalen Vermittlern in Kairo mit. Sie pocht demnach weiterhin auf einen umfassenden Abzug aller israelischen Truppen aus dem Gazastreifen und die Rückkehr vertriebener Palästinenser an ihre Heimatorte. Israel wies die Bedingungen der Hamas für eine Waffenruhe als "wahnhaft" zurück.

Keine Gnade mit der Hamas

Die Forderungen zeigten, dass die Hamas an keinem Abkommen interessiert sei, heißt es in einer Erklärung des Büros von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Israels Regierung geht es darum, die Hamas endgültig zu zerschlagen. Die Hamas hatte den internationalen Vermittlern Mitte März einen Waffenstillstandsvorschlag vorgelegt, der die Freilassung israelischer Geiseln im Gegenzug für die Freilassung palästinensischer Gefangener vorsah. Die Extremistenorganisation hatte dazu erklärt, sie wolle zuerst einige kranke und alte israelische Geiseln sowie Frauen und Kinder gegen 700 bis 1.000 Palästinenser austauschen. Hundert dieser Palästinenser verbüßen zurzeit lebenslängliche Haftstrafen in israelischen Gefängnissen. Netanyahus Büro hatte diesen Vorschlag als "unrealistisch" bezeichnet. Israel werde seine Bodenoffensive fortsetzen, bis die Hamas ausgeschaltet sei.

(fd/apa)

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