Immer mehr Pannen bei Ops

im englischen Gesundheitsdienst

(04.01.2023) Das ist für alle PatientInnen eine wahre Horror-Vorstellung! Die Überlastung des englischen Gesundheitsdienstes führt nämlich zu einer Häufung von Pannen bei Operationen. Zwischen April 2021 und März 2022 wurden 291 Mal versehentlich Gegenstände im Körper von Patienten zurückgelassen, wie aus Zahlen des englischen Gesundheitsdienstes hervorgeht, die die Nachrichtenagentur PA ausgewertet hat. 20 Jahre zuvor - im selben Zeitraum zwischen 2001 und 2002 - kam dies nur 156-mal vor, zwei Jahre später sogar nur 138-mal.

Am häufigsten bleiben bei solchen Pannen Tupfer oder Verbandsmaterial im Körper des Patienten. In Einzelfällen wurden jedoch auch Bohrer oder ein Skalpell vergessen. Solche Fehler ziehen teilweise weitere Operationen nach sich und gelten als "Never Events" - also Vorfälle, die eigentlich niemals hätten passieren sollen.

Der staatlich finanzierte englische Gesundheitsdienst galt schon vor der Pandemie als chronisch unterfinanziert, durch die zusätzlichen Belastungen mit Pandemie und Inflation ist die Situation mittlerweile verheerend und die Beschäftigten an der Belastungsgrenze. Pflegekräfte und Rettungssanitäter kämpfen derzeit für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne.

"Dank der harten Arbeit unserer Beschäftigten sind Vorfälle wie diese zum Glück rar", sagte ein Sprecher des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) in Bezug auf die Pannen. Der Gesundheitsdienst bemühe sich, aus gemachten Fehlern zu lernen, um Behandlungen in der Zukunft zu verbessern.

(mt/apa)

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