Immer weniger Fleischkonsum

Trend zu Fleischalternativen

(03.01.2023) Beim Fleischkonsum der Österreicher gibt es einen Abwärtstrend. Zwei Drittel der Österreicher essen mehrmals pro Woche Fleisch oder Wurstwaren, verglichen mit 2021 ist diese Zahl rückläufig. Gleichzeitig steigt der Konsum von Fleischalternativen und die Skeptiker werden weniger, ergab eine Online-Umfrage der Integral Markt- und Meinungsforschung im Auftrag von Iglo unter 1.000 Österreicherinnen und Österreicher.

Nach der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel stehen gute Vorsätze bei vielen Personen auf der Agenda. Nicht selten zählt dazu der Konsum von weniger Fleisch und/oder Alkohol. Der "vegane Jänner" hat mit Veganuary sogar einen Namen. Hierzulande machen Fleisch und Wurstwaren einen gewichtigen Teil bei der Nahrungsaufnahme aus. Zwei Drittel der Österreicher geben an, mehrmals pro Woche Fleisch oder Wurstwaren zu sich zu nehmen, mehr als jeder Zehnte (zwölf Prozent) tut dies sogar fast täglich. Überdurchschnittlich viel Fleisch wird in größeren Haushalten bzw. in Haushalten mit Kindern konsumiert. Hier essen 74 Prozent zumindest mehrmals pro Woche Fleisch. Unter dem Durchschnitt liegt die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen, hier sind es 56 Prozent.

Insgesamt ist der Fleischkonsum hierzulande jedoch rückläufig, wie etwa Daten Statistik Austria und anderer Quellen belegen. Das zeigt sich auch in der Iglo-Trendstudie: 2021 waren es noch 17 Prozent, die fast täglich Fleisch gegessen haben. Der Anteil derer, die mehrmals pro Woche Fleisch zu sich nehmen, ist hingegen weitgehend stabil geblieben (2022: 54 Prozent, 2021: 53 Prozent). Und befragt nach dem zukünftigen Fleischkonsum, geben 27 Prozent an, in Zukunft weniger Fleisch essen zu wollen, drei Prozent gehen sogar so weit, zukünftig ganz darauf verzichten zu wollen.

Fleischalternativen ausprobiert haben bereits sechs von zehn befragten Personen. 27 Prozent konsumieren Produkte aus diesem Sortiment regelmäßig, also zumindest ein paar Mal pro Monat. Im Vergleich zu 2021 (24 Prozent) ist hier ein Aufwärtstrend erkennbar. Besonders häufig greifen die 18- bis 29-Jährigen (48 Prozent) und auch höher Gebildete (34 Prozent) zu Fleischalternativen. Nicht nur der Anteil derer, die regelmäßig zu Produkten greifen, die statt Fleisch auf den Teller kommen, wächst, sondern auch der Anteil der Skeptiker sinkt. Waren es 2021 noch 61 Prozent, die ausgeschlossen haben, in den kommenden Monaten Fleischalternativen zu konsumieren, sind es 2022 nur mehr 51 Prozent, die diese Meinung vertreten.

Wer Fleischalternativen verwendet, greift meist auf Zutaten zurück, die dann verkocht werden. Darunter fallen etwa vegetarische Alternativen für Faschiertes oder andere Komponenten. Zu einem vollwertigen Ersatz für ein Fleischprodukt - etwa eine vegetarische Wurst oder ein pflanzliches Burger-Laibchen - greifen 23 Prozent. Fertiggerichte mit Fleischalternativen werden am wenigsten häufig konsumiert (17 Prozent).

Die Reduktion des Fleischkonsums trägt auch zum Klimaschutz bei. Ein Schnitzel am Teller hat große Auswirkungen auf das Klima: Ganze 15.500 Liter Trinkwasser werden für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch benötigt. Bei Schweinefleisch sind es laut Statistikportal "Our World in Data" 4.800 Liter, bei Geflügel etwa 3.600 Liter Wasser. Die hohe Umweltbelastung durch die Fleischproduktion lässt einen Teufelskreis entstehen. Sinkende Grundwasserspiegel und somit ein Rückgang von Trinkwasser ist nur einer von vielen Negativeffekten.

(MK/APA)

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