Internationaler Frauentag

(08.03.2014) Heute ist Internationaler Frauentag! Weltweit wird mit verschiedenen Aktionen daran erinnert, dass Frauen längst nicht in allen Lebensbereichen Gleichberechtigung errungen haben. Mit einem symbolischen Hürdenlauf wird etwa in Klagenfurt ein Signal für Frauenrechte gesetzt. Jede Hürde stellt ein Hindernis dar, mit dem Frauen im Alltag konfrontiert sind. Dazu gehören unter anderem Gewalt und die unbezahlte Arbeit für die Familie.

Mitorganisatorin Anja Schneider von der Frauenplattform Klagenfurt:

‚Wir wollen, dass Frauen alle Hürden beseitigen können und darüber hüpfen können, also alle Hürden, die uns täglich an der Gleichstellung behindern, die nehmen wir einfach gemeinsam. Jede Frau kann kommen und diese Hürden nehmen. Auch Männer sind dazu eingeladen, weil wir brauchen natürlich auch die Männer, um die Ungleichstellung zu beseitigen.‘

Jede 5. Frau in Österreich wird laut Statistik einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Und: Frauen verdienen im Schnitt gut 23 Prozent weniger als Männer. Der Frauenanteil auf Chefposten beträgt gerade einmal 12 Prozent.

SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sagt in der atv-Diskussionssendung ‚Am Punkt‘:

‚Als Frauenministerin ist es doch so, dass ich immer wieder alle einladen muss, dass sie an meiner Seite auch Gleichstellungspolitik mitmachen. Ich habe viele Bremser auch in der Koalition zum Teil erleben müssen. Und Männer, verzeihen Sie, dass ich das so sage, sind doch auch aus der Geschichte und den Machtstrukturen heraus, in denen wir uns immer noch befinden, diejenigen, die sich nicht so gerne verdrängen lassen.‘

Wenn es zu wenige Frauen in Österreichs Chef-Etagen gibt, sollte es Sanktionen für das betreffende Unternehmen geben. Das fordert anlässlich des Weltfrauentages die österreichische SPÖ-Europaparlamentabgeordnete Evelyn Regner. Erst vor kurzem hat ja eine Studie der Arbeiterkammer ergeben, dass Österreich in Bezug auf Chefinnen weit hinterher hinkt. Wir liegen im EU-Vergleich auf dem abgeschlagenen vorletzten Platz. Sanktionen für Unternehmen könnten das ändern.

Das beweisen andere EU-Länder, so Regner:

„In Frankreich haben sie Sanktionen eingeführt, die gesagt haben: Wenn das Ziel nicht erreicht wird, dann gibt es keine Aufsichtsrat-Vergütung für das gesamte Aufsichtsrat-Gremium. Und das ist sehr effizient. Das heißt: Wenn die dem nicht nachgekommen sind, haben auch die anderen Männer nicht ihren Anteil bekommen, der aliquot aufgeteilt wird.“

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