Internet-Pranger für Raser

Mächtig Wirbel um einen Internet-Pranger für Raser. Die bayrische Gemeinde Abensberg 'kürt' jetzt regelmäßig über Facebook den „Raser des Monats“. Dabei werden im Social Network die Radar-Fotos der Verkehrssünder online gestellt. Viele User halten das für einen datenschutzrechtlichen Skandal und protestieren. Der Bürgermeister steht allerdings zu der Maßnahme. Er wolle nach einem tödlichen Unfall nicht hören, dass die Politik nichts getan hätte. Doch der Internet-Pranger könnte tatsächlich zum Bumerang werden, so Experten. Verkehrspsychologe Gregor Bartl von „allesfuehrerschein.at“:

„Ich halte das für eine regelrechte Raser-Einladung. Wir wissen genau, dass viele Raser ihrer Strafen als Trophäen sammeln. Sie wollen im Mittelpunkt stehen. Es gibt ja auch einige Motorradfahrer, die ihre 300 km/h Fahrten selbst mitfilmen und ins Internet stellen. Ich fürchte leider, dass künftig einige Raser in Abensberg so richtig aufs Gas steigen werden.“

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