Iran: Gespräche gescheitert

Blockade & Gaspreise ziehen an

(13.04.2026) Die internationalen Energiemärkte stehen erneut unter Druck. Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben die Preise für Erdgas spürbar angezogen. Besonders deutlich zeigte sich die Entwicklung bei wichtigen Terminkontrakten, die zu Wochenbeginn zeitweise um bis zu 18 Prozent zulegten. Eine geplante Blockade der Straße von Hormuz verschärft die Lage zusätzlich.

8,5 Prozent Steigerung

An der Energiebörse in Amsterdam verteuerte sich der richtungsweisende Terminkontrakt für Erdgas zwischenzeitlich deutlich. Nachdem der Preis Mitte der vergangenen Woche bis auf 36,55 Euro (je Megawattstunde) gesunken war, folgt nun erneut eine kräftige Gegenbewegung mit einer Steigerung von 8,5 Prozent, sprich auf 47,35 Euro je MWh. Zum Vergleich: Vor Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzungen lag das Preisniveau noch bei etwa 30 Dollar (25,65 Euro), seit Beginn der Angriffe ist der Gaspreis sogar zwischenzeitlich über die 70 Dollar (59,85 Euro) Marke geklettert.

Blockade und ihre Folgen

Der Hauptgrund für die aktuelle Panik am Markt ist eine Ankündigung des Weißen Hauses. US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, die strategisch wichtige Straße von Hormuz ab Montag (16:00 Uhr MESZ) zu blockieren. Laut dem US Central Command sind davon sämtliche Schiffe betroffen, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen.

Marktteilnehmer befürchten dadurch Verzögerungen bei Lieferketten sowie steigende Transport- und Versicherungskosten. Das bedeutet wiederum, dass die Energiepreise weiter steigen werden und dadurch die Inflation vorangetrieben und das Wirtschaftswachstum gebremst wird. Händler und Raffinerien bemühen sich bereits verstärkt um kurzfristig verfügbare Lieferungen, während die vorhandenen Reserven zunehmend knapp werden.

Experten: „Schwer, den Sinn dahinter zu verstehen.“

Auch Experten äußern Zweifel an der Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen. Die Blockade sei schwer umzusetzen und löse die zugrunde liegenden Probleme nicht, heißt es aus sicherheitspolitischen Kreisen. „Mir erscheint das ein ziemlich ambitioniertes Unterfangen, und es löst das Problem der Störungen nicht“, so Mona Yacoubian, Direktorin des Nahostprogramms am Zentrum für Strategische und Internationale Studien. „Es ist schwer, den Sinn dahinter zu verstehen.“ Auch Haris Khurshid, Chief Investment Officer bei Karobaar Capital in Chicago, versteht den Sinn hinter der Blockade nicht und sagt: „Genau das verengt den Markt und schlägt sich im Preis nieder.“

Gefahr vor weiterer Eskalation

Sollten die iranischen Ölexporte durch die Blockade vollständig zum Erliegen kommen, gilt es als wahrscheinlich, dass Teheran die Houthi-Rebellen im Jemen mobilisiert. Dies könnte die nächste wichtige Handelsroute, sprich die Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer, gefährden. Damit stünde der gesamte Schiffsverkehr in der Region vor dem Kollaps.

(apa/mk)

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