Italien senkt Preise um 25 Cent
In Österreich werden es nur 10 sein
(19.03.2026) Während Italien die Spritpreise massiv senkt, fällt die Entlastung in Österreich deutlich geringer aus. Autofahrer in Italien sollen rund 25 Cent pro Liter sparen, in Österreich sind es nur etwa 10 Cent – und das erst ab 1. April. Damit zeigt sich ein klarer Unterschied: Italien setzt auf einen schnellen und starken Eingriff, Österreich auf eine deutlich vorsichtigere Lösung.
Österreich plant Spritpreisbremse ab April
Die heimische Regierung hat sich im Ministerrat auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, das die Preise an der Zapfsäule dämpfen soll. Kern ist eine Senkung der Mineralölsteuer sowie die Möglichkeit, Margen entlang der Wertschöpfungskette einzufrieren. In Summe soll das den Spritpreis um rund zehn Cent pro Liter senken. Die Maßnahme ist bis Jahresende befristet und soll nur in Krisensituationen greifen. Laut Regierung bleibt der Markt grundsätzlich bestehen, ein fixer Preisdeckel ist nicht vorgesehen.
Auslöser sind die zuletzt stark gestiegenen Energiepreise, unter anderem durch die angespannte Lage im Nahen Osten und die Bedeutung der Straße von Hormus für den globalen Ölhandel.
Italien greift sofort ein
Deutlich entschlossener geht Italien vor. Die Regierung von Giorgia Meloni hat per Dekret die Steuern auf Benzin und Diesel gesenkt. Die Preise sollen dadurch sofort um etwa 25 Cent pro Liter sinken.
Zusätzlich will Italien mit einem Anti-Spekulations-Mechanismus verhindern, dass Mineralölkonzerne Preise unabhängig vom tatsächlichen Ölpreis erhöhen. Auch Transportunternehmen werden gezielt entlastet, um Folgekosten für Verbraucher zu vermeiden.
Deutlicher Unterschied für Autofahrer
Für Pendler und Autofahrer bedeutet das: Tanken wird in Österreich zwar etwas günstiger, der Effekt bleibt aber deutlich schwächer als in Italien. Besonders in Grenzregionen könnte sich der Preisunterschied schnell bemerkbar machen.
(fd)