Jeder Zweite fragt "Dr. Google"

Bitte keine Selbstbehandlung

(24.09.2019) “Dr. Google“ kriegt immer mehr Patienten. Laut einer aktuellen Umfrage hat sich bereits jeder zweite Österreicher wegen eines persönlichen Gesundheitsproblems im Netz schlau gemacht. Nimmt man nur die jungen User her, sind es laut anderer Studien sogar mehr als 70 Prozent.

Das ist laut Ärzten auch gar nicht schlimm, solange sich die Patienten auf Grund der Internetrecherche nicht selbst behandeln. Sozialmediziner Michael Kunze:
"Man soll weder irgendwelche Medikamente nehmen, noch verschriebene Medikamente absetzen. Das Internet kann den Arztbesuch nicht ersetzen."

Wichtig wäre vor allem, dass die User nur auf seriösen Seiten nachlesen, so Kunze:
"Wenn man jetzt einfach nur 'Masernimpfung' eingibt, bekommt man natürlich hunderte völlig hirnrissige Warnungen und Falschmeldungen. Wenn man aber 'Masernimpfung Gesundheitsministerium' oder 'Masernimpfung Uni Wien' eingibt, findet man seriöse Infos."

Mühsam wird es auch, wenn man Dr. Google mehr Glauben schenkt, als dem Arzt selbst, so Kunze:
"Das ist nicht einfach, wenn die Patienten so viele Falschinformationen gelesen haben, dass sie sich für schlauer halten, als den Arzt oder die Ärztin. Das soll es natürlich nicht sein."

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