Jugend: Social Media positiv
Eltern eher nicht
Bei Jugendlichen und Eltern spaltet sich die Meinung
(17.06.2026) Eine neue EU-Umfrage besagt knapp die Hälfte der befragten 13 – 18-Jährigen sieht einen positiven Einfluss von Social Media auf die eigene mentale Gesundheit. Bei den Eltern glaubt das nur rund jeder Fünfte.
Während 48 Prozent der Jugendlichen Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat positiv bewerten, sehen 18 Prozent negative Auswirkungen. Bei den Eltern fällt das Bild deutlich kritischer aus. Da sind es mehr als ein Drittel die von negativen Folgen ausgehen.
Die Studie zeigt außerdem, dass Eltern die Bildschirmzeit ihrer Kinder häufig unterschätzen.
Jugendliche geben an, an Schultagen durchschnittlich viereinhalb Stunden vor Handy, Tablet oder Fernseher zu verbringen. Am Wochenende sind es sogar mehr als sechs Stunden täglich. Das ist jeweils rund eine Stunde mehr als die Eltern vermuten.
Einen direkten Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und physischen Problemen sehen die Forscher allerdings nicht als bewiesen an.
Die Ergebnisse zeigen:
- Konzentrationsprobleme
- Einschlafstörungen
- Schwächung der kognitiven Fähigkeiten
- Bewegungsstörungen
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Parallel dazu wird in Europa weiter über strengere Regeln für soziale Netzwerke diskutiert. Eine Expertengruppe der EU soll im Juli Empfehlungen vorlegen, ob es schlussendlich zu einem Social Media Verbot für Kinder und Jugendlich kommen soll.
In Österreich arbeitet man schon länger an einem Verbot für unter 14-Jährige gearbeitet.
(APA/MM)