Jugendkriminalität im Netz

Drohung, Erpressung, Missbrauch

(12.06.2023) Klären Eltern und Lehrer noch immer zu wenig über Cybercrime auf? Die Jugendkriminalität in Österreich steigt leider an. Und ein Großteil der über 11.000 Kids und Teenager, die im letzten Jahr als Tatverdächtige ausgeforscht worden sind, haben sich im Netz die Finger schmutzig gemacht. Es geht um Cybermobbing, Hass, Drohung, Erpressung, Betrug und Missbrauch.

Viele der jungen Tatverdächtigen beteuern, dass ihnen nicht bewusst gewesen sei, dass ihre Handlungen strafbar waren. Es braucht mehr Aufklärung, sagt Medienpsychologe Peter Vitouch:

"Medienerziehung kommt an vielen Schulen leider noch immer zu kurz. Meistens wird auf dieses Thema in einzelnen Fächern bei Gelegenheit kurz eingegangen, ein echtes Hauptfach ist es aber nicht. Das muss sich rasch ändern, denn hier gibt es tatsächlich noch sehr viel Unwissen - auch bei der Generation, die mit dem Smartphone bereits groß wird."

Auch die Eltern müssen handeln, so Vitouch:

"Es reicht halt nicht, dass ich das Kind mit dem Handy ruhigstelle. Man muss sich schon damit auseinandersetzen und auch darauf achten, auf welchen Plattformen und Seiten das Kind unterwegs ist. Man muss über die Risiken und Gefahren aufklären, sowohl was die Täter-, aber auch was die Opferseite betrifft. Was passiert, wenn ich Fotos hochlade? Was passiert, wenn ich dieses oder jenes über mich bekannt gebe?"

(mc)

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