Kältester Jänner seit 9 Jahren
Und es geht gespalten weiter
(02.02.2026) Der Jänner 2026 war im Tiefland der kälteste Jänner seit 2017, auf den Bergen war es der kälteste seit 2021. Das besagt die vorläufige Bilanz der Geosphere Austria. Im Großteil Österreichs war es relativ trocken und sonnig. "Im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit war der Jänner 2026 deutlich zu kalt. Vor rund 40 Jahren wäre es hingegen von den Temperaturen her ein ziemlich normaler Jänner gewesen", sagte Klimatologe Alexander Orlik von Geosphere Austria. In der vorläufigen Monatsbilanz liegt der Jänner 2026 im Tiefland Österreichs um 1,7 Grad unter einem durchschnittlichen Jänner der jüngeren Vergangenheit (Klimaperiode 1991 bis 2020). Auf den Bergen war es um 0,6 Grad zu kalt. Im Vergleich zur Klimaperiode 1961 bis 1990 liegt der Jänner 2026 im Tiefland Österreichs hingegen nur um 0,3 Grad unter dem Durchschnitt und auf den Bergen war es um 0,6 Grad zu warm.
"Im Vergleich aller Jänner seit Messbeginn liegt 2026 im Tiefland Österreichs genau im Mittelfeld. Seit Beginn der Messreihe im Jahr 1768 waren rund 50 Prozent aller Jänner kälter als 2026 und rund 50 Prozent wärmer", so Klimatologe Orlik. "Ähnlich ausgeglichen ist es auf den Bergen: Seit Beginn der Gipfel-Messreihe im Jahr 1851 waren in Österreich rund 60 Prozent aller Jänner kälter als 2026 und rund 40 Prozent wärmer."
Viele Eistage in tiefen Lagen
Wie kalt der Jänner 2026 in den tieferen Lagen Österreichs im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit war, zeigt auch die vorläufige Auswertung der Eistage (ganztägig unter null Grad). Unterhalb von 500 Metern Seehöhe brachte der Jänner 2026 über ganz Österreich gemittelt um 42 Prozent mehr Eistage als in einem durchschnittlichen Jänner des Zeitraums 1991 bis 2020. Von 500 bis 1.000 Meter Seehöhe gab es acht Prozent mehr Eistage als im Durchschnitt.
Der frühe Februar geht wechselhaft weiter. Von Montag bis Freitag stehen etwas Sonne, Hochnebel und ein Mittelmeertief auf dem Programm, hieß es am Sonntag von der Hohen Warte. Die Meteorologinnen und Meteorologen der Geosphere Austria prognostizieren zum Teil zweistellige Plusgrade an den Nachmittagen, aber weiterhin auch Minusgrade in der Früh. Vor allem im Osten und Norden bleiben uns Nebel und eisige Kälte, die es schon seit Wochen gibt, erhalten.
Am Dienstag beginnt es im Süden im Tagesverlauf zu regnen oder zu schneien. Mit südwestlicher Strömung stauen sich an den Alpen dichte Wolken. Die Schneefallgrenze steigt von rund 800 auf knapp 1.300 Meter an. Aber auch sonst ziehen immer wieder ein paar ausgedehnte Wolkenfelder von Süden her durch und die Sonne scheint nur zeitweise. Im Nordosten hält sich auch zäher Hochnebel. In Föhnstrichen entlang des Alpenhauptkammes frischt kräftiger, im Osten Österreichs mäßiger bis lebhafter Südost- bis Südwind auf. In der Früh zeigt das Thermometer minus zehn bis plus zwei Grad, untertags je nach Nebel, Sonne und Föhn minus fünf bis plus elf Grad.
Grau und trüb, wechselhaft, Mittelmeertief
Der Mittwoch wird aus sonntäglicher Sicht eher grau und trüb. Es überwiegen dichte Wolken und Hochnebel, kurze Auflockerungen gibt es am ehesten an der Alpennordseite am Vormittag. Im Westen ist es tagsüber meist trocken, im Osten und Süden setzt Regen ein. Dieser lässt erst in der Nacht allmählich nach. Die Schneefallgrenze liegt um 1.500 Meter Seehöhe. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Donauraum teilweise auch lebhaft aus östlichen Richtungen. Die Frühtemperaturen werden für minus fünf bis plus zwei Grad prognostiziert, die Tageshöchsttemperaturen sollen bei null bis neun Grad liegen, mit den höchsten Werten im Westen und in mittleren Höhenlagen.
Donnerstag
Wechselhaft dürfte es am Donnerstag weitergehen. In den Niederungen und Becken geht es mit Nebel und Hochnebel los - der sich oft recht hartnäckig hält. Im Osten fällt dazu Regen oder Schneeregen. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 500 und 1.000 Metern Seehöhe. Im Westen und generell im Bergland scheint zeitweise die Sonne, wobei auch einige dichte Wolken durchziehen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen. In der Früh sollen die Temperaturen bei minus drei bis plus drei Grad, untertags bei drei bis zehn Grad liegen, im sonnigen Bergland auch darüber.
Freitag mit Mittelmeertief
Die grauen und nassen Verhältnisse setzen sich am Freitag verstärkt fort: Grund dafür ist ein Mittelmeertief. Die meiste Zeit überwiegt dichte Bewölkung. Kurze Auflockerungen gibt es am Vormittag im Osten und am Nachmittag im Westen. In der Westhälfte ist auch mit Niederschlag zu rechnen, in der Osthälfte bleibt es tagsüber meist trocken. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.000 und 1.500 Metern Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. In der Früh sollen die Temperaturen minus fünf bis plus drei Grad umfassen, untertags ein bis zehn Grad, mit den höchsten Werten im Rheintal.
(fd/apa)