Klares Statement zu Fußball WM

LGBT Community fordert Boycott

(19.11.2021) Der deutsche Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert vom Deutschen Fußballverein und von der gesamten Gesellschaft eine eindeutige Position zu den fehlenden Rechten der LGBTQ-Community im Golf-Emirat Katar. In den arabischen Emiraten werden Homosexuelle Menschen, die sich öffentlich dazu bekennen, zu hohen Haftstrafen verurteilt. Nach Scharia-Recht gilt für homosexuelle Muslime in Katar sogar die Todesstrafe.

Klare Haltung

"Haltung zeigt sich nicht, indem man gerade steht auf dem Fußballplatz. Haltung zeigt sich darin, dass man stehen bleibt und kein Territorium betritt, das mit Blick auf die Menschenrechte ein Minenfeld ist. Ich erwarte vom DFB mehr als nur eine Regenbogenarmbinde.", sagt Alfonso Pantisano vom LSVD-Bundesvorstand im Nachrichtenportal "watson".

Pantisano sieht nur eine Lösung zur Verbesserung der aktuellen Lage in Katar - den Boykott des WM-Turniers. "Wir müssen dem Regime in Katar den Geldhahn zudrehen. Wir haben die Wahl: Nicht einschalten, nicht hinfahren, kein Geld ausgeben und zwar alle zusammen, nicht nur die LGBTIQ+-Community."

Aufklärung

LGBT ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell und Transgender. Oft werden auch die Varianten LGBTQ, LGBTQI oder LGBTQIA+ verwendet. Jeder Buchstabe steht für die eigene Geschlechtsidentität oder die sexuelle Orientierung.

(IS)

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