Klimaaktivisten legen Wien lahm

Grobe Verkehrsbehinderungen

(12.10.2022) Nicht zur Freude aller Autofahrer haben Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten heute in Wien, im Osten, Süden, Südosten, Westen und Norden mehrere Haupteinfahrtsstraßen Richtung Stadt blockiert und die Freyung besetzt, wurde in einer Aussendung mitgeteilt. Das führte zu groben Verkehrsbehinderungen im Frühverkehr. Laut Polizei sind die Fahrbahnen schnell geräumt gewesen. Es gab einige Festnahmen.

"Die Aktivisten haben die Fahrbahn blockiert – entweder sitzend oder stehend, angekettet, festgeklebt oder auch mit einem Gestell (Favoriten). In weiterer Folge ist es zu Verkehrsbehinderungen (Rückstaus) und dadurch zu notwendigen Straßensperren gekommen. Alles in allem waren die Fahrbahnen rasch wieder befahrbar", informierte Polizeisprecher Daniel Fürst auf APA-Anfrage.

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Mit vollem Einsatz

Die einzelnen Aktionen seien nach dem Versammlungsgesetz behördlich aufgelöst worden. "Es hat mehrere Identitätsfeststellungen gegeben. Einige Demonstranten wurden nach dem Verwaltungsstrafgesetz (Identitätsnachweis) vorläufig festgenommen. Laut derzeitigem Infostand dürften sich die Aktivisten kooperativ verhalten", hieß es weiters.

Betroffene Straßenabschnitte

Von den Blockaden betroffen waren bisher die Straßenabschnitte Döblinger Gürtel/Glatzgasse, Quellenstraße/Triester Straße, Schönbrunner Straße/Längenfeldgasse, Schüttelstraße/Rotundenbrücke und Freyung/Strauchgasse. Für die großräumige Aktion - von den Initiatoren "Kollaps" genannt - verantwortlich zeigten sich die Klimabewegungen Extinction Rebellion (XR) Austria und Letzte Generation Österreich.

Stichwort: Mobilitätswende

Im Fokus der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stand heute die Mobilitätswende. Die Beteiligten hätten symbolisch dargestellt, wie Tiere, Pflanzen und Menschen zur Regierung kommen, um Klimagerechtigkeit zu fordern, hieß es. Dafür sollen die Empfehlungen des österreichischen Klimarats, insbesondere im Verkehrssektor, sofort umgesetzt werden. Auch "Tempo 100 auf der Autobahn" und "Stoppt die fossile Zerstörung" wurden via Transparenten gefordert.

(fd/apa)

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