Krank in der Arbeit
Stark steigende Zahlen
(26.08.2026) Immer mehr Menschen gehen krank in die Arbeit. 65 Prozent der Arbeitnehmer:innen im Burgenland sagen das in einer Umfrage der Arbeiterkammer AK. Das sind fast doppelt so viele Menschen wie vor der Corona-Pandemie.
Präsentismus
Wenn man arbeiten geht, obwohl man sich eigentlich krank fühlt, nennt man das Präsentismus. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Laut dem AK-Arbeitsklimaindex im Burgenland ist es bei einer Mehrheit das Pflichtgefühl gegenüber den Kolleg:innen. Bei anderen würde die Arbeit liegen bleiben oder sie haben Angst vor einer Kündigung. Insgesamt kommt der Präsentismus bei Frauen öfter vor als bei Männern.
Das zeigt sich auch in der Senkung der Krankenstandstage insgesamt. Laut Statistik Austria verbrachte ein:e Arbeitnehmer:in 2025 rund 14,7 Tage im Krankenstand, also um 2,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Negative Folgen
Dabei kann es sehr schädlich sein, sich nicht auszukurieren, wenn man krank ist. Es kann später zu noch längeren Krankheitsphasen oder sogar einem Burnout führen. Das senkt die Produktivität langfristig und ist damit auch für den Arbeitgeber schlecht. “Das ist für jede:n nachteilig“, erklärt die AK-Expertin Brigitte Ohr-Kapral.
(LP)