Krankenkassen Defizit

511,2 Millionen Euro

(16.02.2026) Das Minus der gesetzlichen Krankenkassen fällt 2025 zwar niedriger aus als noch im Herbst prognostiziert. dennoch, es ist hoch genug. Laut aktueller Gebarungsvorschau des Dachverbands der Sozialversicherungsträger beträgt der Bilanzverlust im abgelaufenen Jahr 511,2 Millionen Euro. Im November war noch ein Defizit von 583,3 Millionen Euro erwartet worden. Den größten Anteil am Minus trägt die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK). Sie rechnet für 2025 mit einem Verlust von 454 Millionen Euro. Im ursprünglichen Jahresvoranschlag war noch ein Defizit von 906 Millionen Euro veranschlagt worden. In der November-Prognose lag die Erwartung bereits bei minus 546,6 Millionen Euro.

ÖGK-Ausgaben steigen weiter

Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert die ÖGK ein Defizit von 431 Millionen Euro – ebenfalls etwas besser als die zuletzt angenommenen 460 Millionen Euro. Gleichzeitig steigen die Ausgaben deutlich: 2025 lagen die Aufwendungen bei 21,4 Milliarden Euro, für 2026 werden 22,56 Milliarden Euro erwartet.

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Laut ÖGK zeigen die eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen erste Wirkung. Dennoch bleibt der strukturelle Finanzierungsdruck hoch. Als Gründe nennt die Kasse die anhaltende wirtschaftliche Schwäche, den demografischen Wandel und den medizinischen Fortschritt. Da die ÖGK beitragsfinanziert ist, wirken sich Konjunkturschwankungen direkt auf die Einnahmen aus, während die Ausgaben – etwa durch steigende Arztbesuche – weiter wachsen.

Verluste steigen mittelfristig deutlich an

Die Prognose für die kommenden Jahre zeigt jedoch eine deutliche Verschärfung der Lage. Für alle drei gesetzlichen Krankenversicherungsträger zusammen wird das Defizit nach einem erwarteten Rückgang 2026 auf 429,8 Millionen Euro in den Folgejahren stark ansteigen: 2027 wird ein Minus von rund 713 Millionen Euro erwartet, 2028 soll es auf über eine Milliarde Euro anwachsen.

Für die ÖGK konkret werden folgende Werte prognostiziert:

  • 2026: minus 431 Millionen Euro
  • 2027: minus 687 Millionen Euro
  • 2028: minus 948 Millionen Euro

Während die ÖGK tief in den roten Zahlen bleibt, zeigt sich bei den anderen Trägern ein gemischtes Bild: Die BVAEB (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau) erwartet 2025 ein Minus von 127,4 Millionen Euro. 2026 soll das Defizit auf 124 Millionen Euro, 2027 auf 117 Millionen Euro sinken, bevor es 2028 wieder auf 174 Millionen Euro ansteigt.

Die SVS (Sozialversicherung der Selbständigen) bilanziert hingegen positiv. Für 2025 wird ein Überschuss von 70,2 Millionen Euro erwartet. 2026 soll dieser auf 124 Millionen Euro steigen, 2027 werden 91 Millionen Euro prognostiziert, 2028 noch 64 Millionen Euro.

Entspannung kurzfristig, Belastung langfristig

Zwar fällt das Defizit 2025 geringer aus als zunächst befürchtet, langfristig verschärft sich die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung jedoch deutlich. Steigende Ausgaben, wirtschaftliche Unsicherheiten und der demografische Wandel sorgen dafür, dass sich das strukturelle Problem weiter zuspitzt.

(fd/apa)

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