KZ-Überlebender getötet

durch Bomben in Charkiw

(21.03.2022) Diese tragische Story geht derzeit durchs Netz: Ein Holocaust-Überlebender ist bei einem Bombenangriff in Charkiw getötet worden. Der 96-jährige Boris Romantschenko sei am Freitag durch einen Angriff auf sein mehrstöckiges Wohnhaus in der ostukrainischen Stadt ums Leben gekommen, so der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, am Montag. Romantschenko habe die Konzentrationslager Buchenwald, Peenemünde, Dora und Bergen-Belsen überlebt, so die Stiftung auf Twitter.

Romantschenko habe sich später intensiv für die Erinnerung an die NS-Verbrechen eingesetzt. Er sei Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora gewesen. Seit den 1990er-Jahren sei er regelmäßig zu Veranstaltungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers bei Weimar gekommen, so Wagner. Seine Wohnung in Charkiw habe Romantschenko seit Monaten nicht verlassen - aus Angst, sich mit Corona zu infizieren. Am Freitag habe ein Geschoß das Gebäude getroffen. Romantschenkos Wohnung sei ausgebrannt.

(mt/apa)

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