Lawinenabgang in Annaberg

Verschüttete Person gerettet

(15.02.2023) In Annaberg (Bezirk Lilienfeld) ist jetzt, rund drei Stunden nach einem Lawinenabgang, eine verschüttete Person gerettet worden. Zwei Mitglieder einer dreiköpfigen Tourengeher-Gruppe hatten sich selbst in Sicherheit bringen können. Die befreite Person wurde mit Verletzungen ins Universitätsklinikum St. Pölten geflogen, hieß es von der Bergrettung. An der Suchaktion nach dem Lawinenabgang in den Türnitzer Alpen waren 100 Personen und drei Hubschrauber beteiligt. Wir haben auf Twitter die Aufnahme eines Lawinenabgangs aus nächster Nähe gefunden. Damit bekommst du ein Gefühl wie mächtig so eine Lawine ist, auch wenn du glaubst die Entfernung zwischen euch ist groß genug, also bitte nicht unterschätzen!

Zum Abgang war es laut Bergrettung zu Mittag auf dem Forstweg Haupttürnitzrotte in der Nähe des 1.334 Meter hohen Hennesteck gekommen. Drei Tourengeher - alle ohne Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS-Geräte) - waren außerhalb des Skigebiets im freien Gelände unterwegs gewesen, als eine etwa 50 bis 70 Meter große Nassschneelawine herunterkam.

Verletzt und unterkühlt

Zwei Personen, die sich selbst in Sicherheit bringen konnten, wurden von Kriseninterventionsteams betreut. Das andere Gruppenmitglied wurde verschüttet und am Nachmittag von den Helfern befreit. Die verletzte und stark unterkühlte Person wurde per Seil gerettet, wie auch die Exekutive berichtete. Genauere Angaben zum Gesundheitszustand gab es vorerst nicht.

Die Suchmannschaft

An der Suchaktion beteiligt waren Bergrettung, Alpin- und Flugpolizei, Hundeführer samt Hunden, Rotes Kreuz, Mitarbeiter der Annaberger Lifte, Feuerwehr und drei Hubschrauber - zwei der Polizei und "Christophorus 2" vom ÖAMTC. Auch eine Drohne wurde aufgeboten.

(fd/apa)

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