Londoner U-Bahnen überfüllt

Trotz Corona

(25.03.2020) Die Pandemie scheint die Bewohner Londons nicht zu beunruhigen! Auch heute waren die Züge der Londoner „Underground“ trotz der aktuellen Corona-Gefahr noch sehr voll. Eine Krankenschwester beschreibt die Zustände als „unsicher und nicht fair“. Sie und weitere Fahrgäste beschwerten sich in den sozialen Medien.

„Wir brauchen mehr Leute, die zu Hause bleiben, und mehr Züge, die in den Stoßzeiten morgens und abends fahren“, twittert Barry Trimble, der sich um Krebspatienten kümmert. Die öffentlichen Verkehrsmittel seien überfüllt und das Abstandhalten so schier unmöglich.

Die Frequenz der U-Bahnen wurde in der britischen Hauptstadt während der Rushhour um die Hälfte reduziert. Die Lage verschärft den Streit zwischen Londons Bürgermeister Sadiq Khan und der Regierung, zumal Gesundheitsminister Matt Hancock keinen Grund zur Reduzierung sieht. Khan hingegen habe laut eigenen Angaben „unzählige Male“ darauf hingewiesen, dass die Züge seltener verkehren, da viele Mitarbeiter – darunter auch Fahrer – krank oder in Selbstisolation seien.

(APA/ds)

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