Metaller verhandeln wieder

Streik oder Einigung?

(20.11.2023) "Jetzt fangen wir an", merkte Reinhold Binder, Chefverhandler der Gewerkschaft PRO-GE, auf dem Weg in den Verhandlungssaal in der Wirtschaftskammer an. Zum inzwischen siebenten Mal verhandeln Gewerkschaft und Wirtschaftskammer seit dem frühen Nachmittag darüber, um wie viel die Löhne und Gehälter der insgesamt rund 200.000 Beschäftigten heuer steigen sollen. Und die Positionen der beiden Parteien sind nach wie vor weit auseinander. Die Inflation betrug in den vergangenen zwölf Monaten 9,6 Prozent. Die Gewerkschaften fordern ein Plus von 11,6 Prozent, die Arbeitgeber haben sich bis zuletzt nicht bereit erklärt, die Teuerungsrate abzugelten.

Der Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI) hat in der sechsten Verhandlungsrunde eine gestaffelte Erhöhung von im Schnitt 6 Prozent geboten sowie eine steuerbefreite Einmalzahlung von netto 1.200 Euro vorgeschlagen. Für die Gewerkschaften PRO-GE und GPA ist dies nach wie vor zu wenig. Daher kam es in der Vorwoche auch in einigen Betrieben zu Streiks.

"Wenn wir heute zu keinem Ergebnis kommen, werden die Kampfmaßnahmen ausgeweitet", sagte PRO-GE-Chefverhandler Reinhold Binder Montagfrüh im "Ö1-Morgenjournal". Sowohl den Gewerkschaftern als auch den Arbeitgebervertretern ist klar, dass die Verhandlungen, die mit rund 20 Minuten Verspätung aufgenommen wurden, mehrere Stunden dauern und sich bis weit in den Abend ziehen könnten.

Die Kollektivvertragsverhandlungen gestalten sich heuer besonders schwierig. Die Gewerkschaften sehen sich dazu verpflichtet, mit entsprechenden Forderungen in die Verhandlungen zu gehen. Schließlich belaste die hohe Inflation die Arbeitnehmer. FMTI-Obmann Christian Knill als Arbeitgeber-Vertreter verwies hingegen im Voraus darauf, dass die Industrie in eine Rezession gerutscht sei und man daher die Inflation nicht zur Gänze abgelten könne. "Die wirtschaftliche Situation ist für die meisten Betriebe sehr schwierig, viele beginnen bereits Arbeitsplätze abzubauen. Streiks gießen Öl ins Feuer, anstatt dass wir gemeinsam für sichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgen", sagte Knill.

(fd/apa)

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