Mikroplastik in Babyflaschen

Forscher schlagen Alarm

(22.10.2020) Große Sorge um Babyflaschen aus Plastik! Forscher haben jetzt untersucht, wie stark sich Mikroplastik aus Babyflaschen löst. Das schockierende Ergebnis: Säuglinge nehmen während der ersten zwölf Lebensmonate im Schnitt 1,6 Millionen Mikroplastikpartikel pro Tag auf, wenn sie mit Fläschchen aus dem Kunststoff Polypropylen ernährt werden.

Noch ist unklar, wie gefährlich die Miktoplastik-Teilchen für unsere Kleinsten sind. Auf das Auskochen sollte man aber trotzdem nicht verzichten, so Hanns Moshammer, Umwelthygieniker an der MedUni Wien:
"Ich habe immer noch mehr Angst vor irgendwelchen bakteriellen Kontaminationen. Gerade in Milch wachsen gerne Bakterien. Also die Flasche mit Hitze zu sterilisieren, indem man sie auskocht, macht immer noch Sinn."

Wenn Plastikflaschen erhitzt werden, geben sie nämlich sehr viel Materialbestandteile ab. Sie werden brüchig und es kommen Mikroplastikteilchen in die Milch. Der Experte rät also dazu, wenn möglich länger zu stillen oder auf Glasflaschen umzusteigen.

(CJ)

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