Militärputsch: Guinea-Bissau

Schüsse bei Präsidentenpalast

(01.02.2022) Im westafrikanischen Guinea-Bissau hat es der regionalen Staatengemeinschaft ECOWAS zufolge einen Putschversuch gegeben. Rund um den Regierungspalast werde geschossen, teilte die ECOWAS am Dienstag mit. Aus Sicherheitskreisen verlautete, es könnte Tote gegeben haben.

"ECOWAS verurteilt diesen Putschversuch und zieht das Militär für die Sicherheit von Präsident Umaro Sissoco Embalo und seiner Kabinettsmitglieder zur Rechenschaft", hieß es in einer Erklärung der Staatengemeinschaft. Wie ECOWAS zeigte sich auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres tief besorgt angesichts der Berichte. Guterres verlange ein sofortiges Ende der Gewalt und fordere zum Respekt der demokratischen Institutionen des Landes auf, erklärte ein UN-Sprecher.

Schüsse bei außerordentlicher Kabinettssitzung

Beobachtern zufolge fielen die Schüsse, als der Präsident eine außerordentliche Kabinettssitzung abhielt. Mehrere Menschen seien von Schüssen getroffen worden. Wer diese abgab, konnte unabhängig zunächst nicht in Erfahrung gebracht werden. Die portugiesische Botschaft in Guinea-Bissau empfahl ihren in dem afrikanischen Land lebenden Staatsbürgern, zu Hause zu bleiben.

(fd/apa)

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