Mindestens 20 Menschen tot

Waldbrände in Griechenland

(22.08.2023) Achtzehn verbrannte Leichen, vermutlich handelt es sich dabei um Migranten, sind am Dienstag im Nationalpark Dadia in Nordgriechenland gefunden worden, insgesamt zählt man 20 Todesopfer. In dieser Region wüten die Waldbrände bereits den vierten Tag und sind wie auch andernorts nach wie vor nicht unter Kontrolle. Die erweiterte Region um den Grenzfluss Evros ist eine beliebte Route für Migranten, die den Fluss von der Türkei nach Griechenland Richtung EU überqueren.

"Da es keine Berichte über verschwundene oder vermisste Einwohner aus den umliegenden Gebieten gibt, wird die Möglichkeit untersucht, dass es sich um Menschen handelt, die illegal ins Land gekommen sind", so die Feuerwehr. "Die Suche im gesamten Gebiet, in dem das Feuer ausgebrochen ist, dauert an. Eine weitere Leiche, bei der es sich vermutlich um einen Migranten handelt, wurde am Montag gefunden. Es gibt keine Schätzungen, wie viele Migranten sich in diesem Gebiet aufhalten.

Der Fund der Leichen in der Nähe der Ortschaft Avas (auch: Avantas) bestätigte eine entsprechende Befürchtung der Feuerwehr, denn bereits am Dienstagvormittag war in den Wäldern die Leiche eines mutmaßlichen Migranten gefunden worden. Der Mann sei vermutlich an einer Rauchvergiftung gestorben, hieß es. Zusammen mit einem Schäfer, der bereits am Montag ums Leben gekommen war, weil er versucht hatte, seine Tiere in Sicherheit zu bringen, stieg die Zahl der Toten damit auf 20.

Mindestens fünf große Feuerfronten breiten sich unkontrolliert aus, auch in der stark betroffenen Hafenstadt Alexandroupolis brennt es nun schon den vierten Tag in Folge. Es geht laut einem Feuerwehrsprecher kaum noch darum, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, sondern nur noch darum, Menschenleben zu retten. Das ist auch die Maßgabe der Regierung: "Menschenleben sind oberste Priorität", sagte am Dienstag Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis vor Journalisten. Erst dann folgten Besitztümer und Umwelt.

Neben den Bränden von Dadia zeigten Fernsehbilder auch verzweifelte Menschen im nächtlichen Kampf gegen orange-leuchtende Feuerwände auf der Insel Euböa und weinende Anrainer, deren Häuser abgebrannt waren. In Alexandroupolis mussten rund 175 Menschen aus dem Universitätskrankenhaus in Sicherheit gebracht werden - ein Teil von ihnen auf eine Fähre, die später Richtung Kavala ablegte, der Rest in Krankenhäuser der Umgebung.

Tiefschwarze Rauchwolken hüllten auch die Hauptstadt Athen ein - dort brannte es am Dienstag in der rund 15 Kilometer entfernten Gemeinde Aspropyrgos. Diese Athener Vorstadt hat zwar kaum Vegetation, dafür aber große Müllhalden, Industriehallen und Berge von Autoreifen, die Feuer fingen. Gegenüber dem Staatssender ERT kritisierte der Bürgermeister der Gemeinde, dass der Ort für den Müll der Hauptstadt Athen herhalten müsse und die Situation auch wegen der Armut in Aspropyrgos extrem schwierig sei. Später brach dann auch weiter nördlich von Athen ein Feuer aus, erneut wurde evakuiert.

Gleichzeitig herrscht Verbitterung über mutmaßliche Brandstifter. In sozialen Medien diskutieren die Menschen die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet bei den aktuell starken Winden so viele Feuer ausbrechen. Hinweise auf Brandstiftung gibt es viele, etwa die Tatsache, dass im Wald Dadia am Montag laut Feuerwehr binnen zwei Stunden zwölf Brandherde ausbrachen.

Auch der Klimawandel wird immer wieder als Ursache für die hohe Intensität der Brände genannt - von der griechischen Regierung ebenso wie von Forschern. International wurde erneut Hilfe für Griechenland auf den Weg gebracht: "Zusätzlich zu zwei Löschflugzeugen aus Zypern und Feuerwehrleuten aus Rumänien sind fünf weitere Flugzeuge und ein Hubschrauber sowie zusätzliche Feuerwehrleute auf dem Weg", kündigte der für Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic an. Die Hilfe komme aus Deutschland, Kroatien, Schweden und Tschechien.

Die weiteren Aussichten für die Entwicklung der Brände waren am Dienstag denkbar schlecht: Für fast ganz Griechenland warnte der Zivilschutz vor sehr hoher bis extrem hoher Waldbrandgefahr.

Brände auch in Spanien und Italien

Auch in Spanien, wo in weiten Teilen des Landes infolge der vierten Hitzewelle des Sommers sehr hohe bis extreme Waldbrandgefahr besteht, hatten die Behörden Mühe, einen riesigen Waldbrand einzudämmen, der seit einer Woche die Wälder auf der Insel Teneriffa verwüstet und sieben Prozent der Fläche betreffen. Schwere Brände toben auf der italienischen Urlaubsinsel Elba. 700 Urlauber mussten am Montagabend evakuiert werden, nachdem die Flammen eines Waldbrands zwischen den Ortschaften Rio Marina und Porto Azzurro zwei Campingplätze und einige Wohnungen erreicht haben. Niemand wurde verletzt, teilten die Behörden am Dienstag mit.

(fd/apa)

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