Wien: Frau tot in Wohnung

Lebensgefährte wieder frei

(06.04.2023) (update 15:20) In einer Wohnung in Wien-Ottakring ist am Dienstagabend eine 57-Jährige durch ein stumpfes Schädel-Hirn-Trauma ums Leben gekommen. Der Lebensgefährte der Frau wurde zunächst festgenommen und in eine Justizanstalt gebracht, aber am Donnerstag enthaftet, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, auf APA-Anfrage mitteilte. Es sei kein dringender Tatverdacht gegeben. "Die Ermittlungen gehen aber weiter", betonte Bussek. Derzeit steht weiter Mordverdacht im Raum.

Doch nur gestürzt?

Um den 53-Jährigen in U-Haft zu nehmen, wäre das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts erforderlich. Dafür würden die bisher vorliegenden Beweisergebnisse, vor allem das vorläufige Obduktionsergebnis nicht ausreichen, sagte Bussek: "Man kann derzeit nicht ausschließen, dass es ein Unfall war, dass die Frau gestürzt ist". Vorerst gebe es keine Hinweise, dass ein gewalttätiger Angriff kausal für den Todeseintritt war. Daher habe man beim Landesgericht für Strafsachen keinen Antrag auf Verhängung der U-Haft gestellt.

Mutter benachrichtigt

Der 53-Jährige hatte seiner Mutter am Dienstagabend eine Textnachricht geschrieben, dass sich seine Lebensgefährtin nicht mehr bewegt. Die Mutter rief daraufhin die Polizei. Beamte des Stadtpolizeikommandos Ottakring fuhren um 21.15 Uhr zu der Wohnung in der Gablenzgasse, wo ihnen der Mann die Tür öffnete. Die Einsatzkräfte begannen mit Reanimierungsmaßnahmen und verständigten die Wiener Berufsrettung. Ein Arzt konnte aber schließlich nur mehr den Tod der Frau feststellen.

Obduktion

Die Beamten nahmen den Lebensgefährten der Verstorbenen "aufgrund der bedenklichen Auffindungssituation und der Verletzungen des Opfers" fest, erläuterte Polizeisprecher Daniel Fürst. Ein in der Wohnung durchgeführter Alkovortest ergab, dass der Tatverdächtige betrunken war, sodass eine Vernehmung erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich gewesen sei. Auch die Frau dürfte an dem Abend Alkohol konsumiert haben.

Kein Geständnis

Der 53-Jährige war in der polizeilichen Vernehmung nicht geständig, berichtete die Polizei zwei Tage nach dem Vorfall in einer Aussendung. Das Landeskriminalamt Wien führt noch weitere Ermittlungen, u.a. zur Frage, ob die Verletzungen auch von einem Unfall stammen könnten.

(fd/makl/apa)

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