Mordversuch an Discord-Freundin

18 Jahre Haft

(19.04.2024) 18 Jahre Haft heißt es jetzt für den 26-Jährigen, der versucht haben soll seine Internet-Bekanntschaft zu töten. Er habe die Frau im Oktober 2023 in Regau in Oberösterreich überfallen und mit dem Messer schwer verletzt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Mann bestreitet Tötungsabsicht

Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte seine Internet-Bekanntschaft durch einen tiefen Schnitt in den Hals zu töten versucht hat. Der Beschuldigte hat die Tötungs- und Verletzungsabsicht vor der Polizei und vor Gericht bestritte. Laut ihm wollte er "reden und Suizid begehen". Dabei hat er sie zuvor Stunden in der Wohnung festgehalten. Er ist auch der schweren Nötigung und der Freiheitsentziehung schuldig. Das hat der 26-Jährige gestanden.

Die Staatsanwältin hat einen Schuldspruch wegen Mordversuchs gefordert: "Messer gegen den Hals, da gibt es keine Zweifel. In dem Fall will jemand töten oder nimmt es in Kauf."

Die Verteidigung hat sich auf Widersprüche in der Demonstration der Tat sowie in offenen Fragen bei den Aussagen des Gutachters berufen. Auch fehlende Abwehrverletzungen würden auf die Version des Angeklagten hindeuten. "Natürlich ist mein Mandant schuld an den Verletzungen und der Tat, keine Frage, aber er wollte sie nicht töten", sagt der Anwalt des Beschuldigten.

Auf "Discord" kennengelernt

Die 36-Jährige und der Angeklagte haben sich 2022 auf der Online-Plattform Discord kennengelernt. Sie hätten sich gut verstanden, ihre Hintergründe waren ähnlich und der Austausch wurde persönlich. Ihre Verbindung hat rein im Internet bestanden, auch über Video-Chats. Es ist schließlich eine Art Fernbeziehung entstanden, obwohl sie sich nie direkt getroffen haben. Doch wie die 36-Jährige Niederländerin angegeben hat, wurden ihr die Unterhaltungen unangenehm, also hat sie den Kontakt zu dem 26-Jährigen abgebrochen. Der Mann jedoch hat aber immer wieder versucht sie über die Plattform anzusprechen. Letztlich hat sie nicht mehr auf seine Nachrichten geantwortet - sie hat gedacht, damit wäre die Sache erledigt.

Überfall in der Tiefgarage

Im Oktober letzten Jahres ist der mittlerweile in München lebende Beschuldigte bei ihr zu Hause mit einem Messer in der Hand aufgetaucht und hat sie in der Tiefgarage überfallen. Schon hier ist es zu den Schnittverletzungen an der Hand gekommen. Dann sind beide in die Wohnung gegangen, nach rund drei Stunden hat er sie zu einem nahe gelegenen Waldstück geführt. Zu der schweren Halsverletzung ist es schließlich gekommen, als Nachbarn und Polizei schon näher gerückt sind.

Der Angeklagte behauptete vor Gericht, er wollte nur sich selbst das Leben nehmen, die Verletzungen seien ohne Absicht passiert. Dem hat die Anklage widersprochen und auch das Opfer hat den tiefen, neun Zentimeter langen Schnitt am Hals für Absicht gehalten: "Dass so etwas aus Versehen passiert, halte ich fast für unmöglich".

(EC/APA)

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