Muezzin in Köln

Darf zum Gebet rufen!

(11.10.2021) Köln hat nun ein Modellprojekt geplant - künftig dürfen Muezzins zum Freitagsgebet rufen. Laut der Stadt Köln sind gerade schon Gespräche mit den ortsansässigen Moscheegemeinden und eine rechtliche Prüfung im Gange. Zunächst läuft das Projekt über zwei Jahre.

"Während in christlichen Kirchen die Glocken geläutet werden, um die Gläubigen zum gemeinsamen Gottesdienst zu rufen, sind es in den Moscheen muslimischer Glaubensgemeinschaften die Rufe des Muezzins, die diesen Zweck erfüllen", heißt es laut einer Pressemitteilung.

Unter Auflagen können nun Moscheegemeinden ihre Gläubigen zum Freitagsgebet rufen - von 12 bis 15 Uhr und maximal fünf Minuten lang. Die Lautstärke wird abhängig von der Lage der Moschee sein. Für eventuelle Fragen muss jede Gemeinde einen Ansprechperson bereitstellen und zuvor mit einem Flyer über den Gebetsruf informieren.

Die Bürgermeisterin von Köln sieht das Vorhaben als "Zeichen der gegenseitigen Akzeptanz der Religion" und als Bekenntnis zur grundgesetzlich geschützten Religionsfreiheit" - die muslimischen Mitbürger seien ein fester Teil der Kölner Stadtgesellschaft. "Wer das anzweifelt, stellt die Kölner Identität und unser friedliches Zusammenleben infrage", sagt die Bürgermeisterin. "Wenn wir in unserer Stadt neben dem Kirchengeläut auch den Ruf des Muezzins hören, zeigt das, dass in Köln Vielfalt geschätzt und gelebt wird."

Laut Angaben der Stadtverwaltung wird das Projekt eng begleitet - nach zwei Jahren werden dann die Erfahrungen der Beteiligten ausgewertet, erst dann wird entschieden, ob die Regelung beibehalten wird.

(PASO)

Tag der Menschen mit Behinderung

Rauch kündigt mehr Geld an

Ausschreitungen in Wien

Fußballfans blockieren Fahrbahn

Weitere Hilfen für Heizkosten

Höherer Heizkostenzuschuss

Fall Leonie: Urteil ist da!

Schuldsprüche wegen Mordes und Vergewaltigung

Kurz-Einvernahme geleakt

Teile durchgesickert

Ansage an die Royal Family

Dramatischer Trailer

Missbrauchsfall an Wiener Schule

Neue Vorwürfe, auch gegen Direktion

Nacktfoto an Schüler

Lehrerin vor Gericht