Musik in der Coronazeit

Was aktuell geht und was nicht

(09.09.2020) Musikfans, die sich liebend gerne in Konzerthallen oder auf Festivalgeländen tummeln, haben es dank Corona schwer. Die meisten Konzerte wurden abgesagt und verschoben. Sicherlich dürfen, nach aktuellem Stand, in Österreich nun wieder bis zu 5.000 Menschen in einem Indoorbereich mit zugewiesenen Plätzen feiern, doch gehen die Künstler auf Nummer sicher und denken rational. Gerade für Bands wie Sunrise Avenue lohnt es sich nicht, eigens für ein Land anzureisen, wenn sie doch eine komplette Europa-Tour geplant haben. Aber was können Fans machen, wenn schon die geliebten Bands nicht kommen und die Bühnenlichter dunkel bleiben?

Konzertgaeste

Abbildung 1: Konzerte fallen aktuell reihenweise ins Wasser, doch wie können Musikfans sich trotzdem bei Laune halten?
Bildquelle: @ Vishnu R Nair / Unsplash.com

Virtuelle Konzerte nutzen

Ob aktuell oder aus der »Retorte«: Virtuelle Konzerte sind durchaus ein Highlight. Es gab bereits mehrere Veranstaltungen der unterschiedlichsten Richtungen:

  • Rave – über 36 Stunden gibt ein Rave-Event, welches auch nun noch abrufbar ist. Das dürfte ausreichend Zeit sein, um sich den Frust aus dem Leib zu tanzen.
  • Staraufgebot – in einem achtstündigen Konzert gaben sich gleich mehrere Stars die Hand und rocken mit »One World Together at Home« auch jetzt noch YouTube.
  • Wohnzimmerkonzerte – so viele Bands und Künstler nutzen ihre heimischen Wohnzimmer, um Konzerte zu geben. Nichts ist perfekt, doch unterhaltsam sind die Gigs allemal.
  • Wacken Worldwide - auch das Wacken-Festival lässt sich weiterhin über YouTube und Magenta abrufen.

Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl. Grundsätzlich lohnt es sich, die eigenen Lieblingsevents oder Bands im Auge zu behalten. Nicht selten gibt es ziemlich spontan einen kurzen Auftritt.

Das Konzert im heimischen Wohnzimmer ist natürlich dann besonders gut, wenn es über das TV-Gerät gestreamt werden kann. Allerdings empfiehlt es sich, gute Kopfhörer zu nehmen und nicht die Lautstärke am TV aufzudrehen. Nachbarn teilen häufig nicht die Musikleidenschaft von Konzertgängern.

Was tun mit Konzertkarten?

Die meisten abgesagten Konzerte und Tourneen sind nicht vollends abgesagt, sondern wurden nur verschoben. Fans können also ihre Karte behalten, sie müssen nur den neuen Termin im Auge behalten. Nur funktioniert das nicht immer. Immerhin reisen Fans gerne mal quer durch das Land -oder auch in die Nachbarländer –und terminlich mag der neue Termin direkt am Tag der Goldenen Hochzeit der Großtante liegen. Was geschieht nun? Geld zurück gibt es nicht grundsätzlich:

  • Ticketpreis bis 70,00 Euro - Veranstalter können, müssen aber nicht einen Gutschein in voller Höhe des Ticketpreises herausgeben. Mit Glück zahlen sie das Geld auch aus.
  • Bis 250,00 Euro - nun gibt es einen Gutschein von 70,00 Euro, der Rest wird bis zu
  • Ab 250,00 Euro - Ticketkäufer erhalten 180,00 Euro erstattet, über den Restbetrag gibt es einen Gutschein.

Bei mehrtätigen Events gelten andere Regeln, da hier die Festivaltage miteinbezogen werden. Für viele Fans ist die Frage nach einer Ticketrückgabe natürlich kaum existent. Gerade diejenigen, denen es gelang, ein Ticket für im Nu ausverkaufte Veranstaltungen zu kaufen, geben dieses kaum noch her.

Selbst musizieren gegen die schlechte Laune

Musik hören ist klasse. Konzerte am Bildschirm verfolgen, ebenfalls. Das trifft natürlich gerade auf Mitschnitte von Events zu, auf denen man selbst war. Die selbst erlebten Gefühle vermischen sich mit den Bildern und aus einer Aufnahme wird ein Erlebnis der Erinnerung. Hin und wieder muss es aber auch ein wenig Abwechslung geben. Wie wäre es damit, selbst zu musizieren?

  • Instrument lernen– die Anfänge kann man sich heute auch mithilfe von YouTube gut beibringen, zudem werden Instrumente auch nach Hause geliefert. Gerade das Gitarrenspiel ist daheim gut zu lernen, zumal das Instrument kaum Platz wegnimmt und sich etwaige Mitbewohner nicht gestört fühlen. Unterricht steht mittlerweile wieder zur Verfügung, viele Musiklehrer geben sogar Stunden via Videotelefonie.
  • Workshops – einige Workshops gibt es bereits wieder. An einem Abend oder an einem Wochenende können Teilnehmer die ersten Schritte des Musizierens erlernen oder auch lernen, worauf sie beim Singen zu achten haben.
  • Improvisieren – jeder sollte zwischendurch wieder Kind sein. Mit Freunden macht es noch mehr Spaß. Bei diesem Zeitvertreib, mehr ist es nicht, wird Musik mit allem gemacht, was die Wohnung zu bieten hat. Gerade Gießkannen zeigen sich nicht selten als geschickte Instrumenteund mit Wein-oder Sektgläsern haben echte Künstler schon Konzerte gegeben.
  • Musik ist virtuell – die Gamingwelt bietet unglaubliche Möglichkeiten. Wer nun gleich an »Singstars« denkt, der liegt schon nicht falsch, doch ist für das Game eine größere Gruppe notwendig, damit sich eine Challenge entwickelt. Andere Games und Smartphone-Apps erlauben es, virtuell Gitarre, Schlagzeug oder Klavier zu lernen. Gerade für diejenigen,die nicht die Möglichkeit haben, sich ein Klavier in die Wohnung zu stellen, ist das natürlich eine ideale Gelegenheit.

Selbst zu musizieren kann sogar die schlechte Laune vertreiben. Nein, damit ist nun nicht unbedingt gemeint, dass das Schlagzeug malträtiert wird, obwohl das garantiert die Laune hebt. Aber das Erlernen eines Instruments –ob real oder virtuell –lenkt ab und vertreibt die Langeweile. Zudem gibt es recht rasch erste Erfolgserlebnisse, die wiederum die Motivation erhöhen und die Laune anheben.

Gitarre spielen

Abbildung 2: Warum nicht einfach mal selbst abrocken -auch das kann trübe Laune vertreiben. Bildquelle: @ Oleg Ivanov / Unsplash.com

Fazit - Musik bleibt immer erhalten

Keine Pandemie kann die Musik aufhalten. Sicherlich mussten Konzerte abgesagt und verschoben werden, doch zeigte sich die Branche innovativ und stellte schlichtweg virtuelle Events zur Verfügung. Andere Bands und Künstler laden bis heute Fans in das heimische Wohnzimmer ein und erzählen interessante Anekdoten, die natürlich immer wieder mit Live-Stücken unterbrochen werden. Wer nicht zum Nachholtermin seines Konzerts gehen kann, der hat die Chance auf Geld und/oder Gutscheine. Und da in vielen Lebensbereichen DIY der Inbegriff der Kreativität ist, könnte die Krise auch dazu genutzt werden, selbst musikalisch zu werden. Ob allein, mit ein paar Freunden, mit einem echten Instrument oder virtuell – wer einfach mal die ersten Tasten anschlägt, der wird schon bald merken, dass musikalische Töne dabei herauskommen.

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