NÖ: Mit 115 k/mh ins Stahltor

Tulln: Drama mit E-Scooter

(27.09.2026) Ein schwerer E-Scooter-Unfall in Tulln sorgt für Aufsehen: Ein 18-jähriger Wiener ist am Samstagabend mit seinem E-Scooter gegen ein massives Stahltor geprallt. Laut Polizei dürfte der Jugendliche unmittelbar vor dem Zusammenstoß mit unglaublichen 115 km/h unterwegs gewesen sein. Der junge Mann erlitt schwere Verletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.

Unfall bei Donaulände und Donauhafen in Tulln

Der 18-Jährige war am Samstag gegen 20 Uhr im Bereich der Donaulände und des Donauhafens in Tulln, Niederösterreich, unterwegs. Dort kam es schließlich zu dem folgenschweren Zusammenstoß.

Nach ersten Erkenntnissen dürfte die Beleuchtung des E-Scooters nur sehr schwach gewesen sein. Dadurch bemerkte der Jugendliche offenbar ein massives zweiflügeliges Stahltor vor ihm zu spät.

Aufprall war so heftig, dass Metallverankerung abriss

Die Wucht des Zusammenstoßes war enorm. Beim Aufprall wurde sogar eine Metallverankerung des Tores aus dem Boden gerissen.

Der 18-Jährige wurde hinter dem Tor schwer verletzt aufgefunden. Trotz des heftigen Unfalls war er zunächst noch ansprechbar.

Rettungskräfte stellten bei der Erstversorgung schwere Verletzungen fest. Der Notarzt versetzte den jungen Mann daraufhin in einen künstlichen Tiefschlaf. Anschließend wurde er mit einem Rettungshubschrauber in das Universitätsklinikum St. Pölten geflogen.

GoPro zeigt offenbar 115 km/h vor dem Unfall

Wie schnell der E-Scooter tatsächlich unterwegs war, konnten die Ermittler durch einen ungewöhnlichen Zufall nachvollziehen: Der Jugendliche hatte seine Fahrt mit einer GoPro-Kamera aufgezeichnet.

Die Aufnahmen sollen laut Polizei zeigen, dass der 18-Jährige unmittelbar vor dem Aufprall mit rund 115 km/h gefahren sein dürfte.

Damit war der E-Scooter mit einer Geschwindigkeit unterwegs, die weit über jener gewöhnlicher, für den Straßenverkehr vorgesehener E-Scooter liegt.

Polizei untersucht schweren E-Scooter-Unfall

Wie es möglich war, dass der verwendete E-Scooter eine derart hohe Geschwindigkeit erreichte, ist bislang nicht näher bekannt. Auch der genaue Ablauf unmittelbar vor dem Zusammenstoß wird untersucht.

(fd/apa)

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