Nachbeben erschwert Suche

300.000 Menschen betroffen

(10.09.2023) Nach dem Erdbeben in Marokko mit mindestens 2.000 Toten stehen die Rettungstrupps vor Herausforderungen. Am Sonntagmorgen kam es zu einem Nachbeben. Laut der US-Erdbebenwarte USGS hatte es Stärke 3,9. Laut der marokkanischen Nachrichtenseite Hespress wurde dagegen eine Stärke von 4,5 verzeichnet. Dies erschwerte die Bedingungen für die Helfer zusätzlich. Dabei wird das Zeitfenster für die Retter immer knapper.

"Einige der am schlimmsten betroffenen Gebiete sind recht abgelegen und bergig und daher schwer zu erreichen", teilte die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) mit. Hespress berichtete am Sonntag, dass ein Einsatzteam aus Spanien mit Hunden inzwischen eingetroffen sei, um die lokalen Suchtrupps zu unterstützen.

Laut dem österreichischen Außenministerium halten sich in Marokko (Stand Sonntagvormittag) aktuell rund 70 Personen aus Österreich auf. "Wir haben glücklicherweise weiterhin keine Infos dazu, dass jemand von ihnen verletzt wurde", sagte eine Sprecherin. Das Außenministerium sei in ständigem Kontakt mit den Österreicherinnen und Österreichern, hieß es. Man leiste Unterstützung bei der Suche nach Transportmöglichkeiten sowie bei Fragen rund um die Sicherheit in Marokko.

Hilfe vor Ort: "Gefahr zu groß"

Hilfsorganisationen und NGOs arbeiten seit Samstag ununterbrochen. "Der Marokkanische Rote Halbmond (MRH) ist mit seinen über 8.000 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit gestern in den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz", wurde Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes am Sonntag in einer Aussendung zitiert. Nach wie vor stehe die Suche und Rettung nach Verschütteten im Fokus der Helfer. Wobei das Zeitfenster für erfolgreiche Lebendrettungen zunehmend kleiner wird", warnte Opriesnig.

Der Generalsekretär richtete zudem am Sonntag auch einen Appell an alle hilfswilligen Menschen in Österreich. "Sehr viele Menschen aus Österreich und Deutschland melden sich bei uns und wollen helfen. Allerdings raten wir momentan davon ab, ins betroffene Gebiet zu reisen", sagte er. "Die Gefahr ist zu groß und Menschen von außen, die untergebracht und verköstigt werden müssen, stellen eine zusätzliche Belastung für Hilfsorganisationen dar." Finanzielle Unterstützungen an professionelle NGOs oder lokale Initiativen würden die Betroffenen in Marokko am besten unterstützen, hieß es. Erneute Spendenaufrufe kamen am Sonntag auch von der Caritas sowie dem Hilfswerk.

(APA/JuF)

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