Nazi-Kunstraub: Spur nach Linz

Im aufgeflogenen Nazi-Kunstraub führt eine heiße Spur nach Linz. In einer Münchener Wohnung sind ja 1.500 Bilder mit einem Gesamtwert von rund einer Milliarde Euro entdeckt worden. Der deutsche Kunsthändler Hildebrand Gurlitt soll sie während der Nazi-Zeit billig erworben haben. Teilweise sollen die Bilder aber auch Juden geraubt worden sein. Hildebrand Gurlitts Cousin Gottfried hat nach dem Krieg die „Neue Galerie der Stadt Linz“ gegründet, den Vorgänger des jetzigen Lentos Kunstmuseums. Unter anderem angeblich mit Bildern unbekannter Herkunft. Jetzt wird geprüft, ob es einen Zusammenhang mit dem Fund in München gibt. Der Linzer Kulturdirektor Julius Stieber:

„Derzeit gehen wir von keinem Zusammenhang aus. Die Bilder im Lentos Kunstmuseum sollen alle aus dem Privatbesitz von Gottfried Gurlitt stammen. Er soll auch zum Zeitpunkt der Gründung kein geschäftlichen Beziehung mit Hildebrand Gurlitt geführt haben. Aber wir überprüfen das alles ganz genau, damit wir wirklich Klarheit bekommen.“

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