Netflix: Harry & Megan

Schmutzige Wäsche bringt's

(13.12.2022) 2,4 Millionen Menschen haben in Großbritannien "Harry & Meghan" bereits am ersten Tag der Veröffentlichung auf Netflix geschaut. Auch wenn die Serie in den USA nicht so gut ankommt, in Europa beschert sie Erfolge. Zum Vergleich: Die erste Folge der fünften Staffel der Royal-Serie "The Crown" guckten am 9. November "nur" 1,1 Millionen Zuschauer.

Die Royal Family ist "traurig"

Die Royal Family hat nach Berichten britischer Boulevardzeitungen betrübt auf die ersten Folgen der Netflix-Doku von Prinz Harry und seiner Frau Herzogin Meghan reagiert. Die königliche Familie sei "in einem Zustand der Traurigkeit", schrieb die "Sun" in der Nacht zum Freitag. Es gebe keinen Weg zurück in den inneren Zirkel, zitierte das Blatt Palast-Insider. Der "Mirror" schrieb, Harrys älter Bruder Prinz William sei "stocksauer".

Dem Thronfolger stoße vor allem übel auf, dass Netflix Szenen aus dem berühmten BBC-Interview seiner Mutter Prinzessin Diana genutzt habe, in dem sie 1995 über die Affäre ihres Ex-Mannes Charles, des heutigen Königs, berichtet hatte. William sei davon ausgegangen, dass die Ausschnitte nie wieder gezeigt würden und dass er mit seinem Bruder darin übereinstimme. Nun fühle er sich betrogen. Laut "Mirror" sollen William und Ehefrau Prinzessin Kate zudem Aussagen von Harry als "besonders schmerzhaft" empfunden haben, der nahelegte, dass die Männer der Familie nicht aus Liebe heirateten.

In der Netflix-Produktion "Harry & Meghan", deren erste drei Folgen der Streaming-Riese am Donnerstag ausgestrahlt hatte, thematisiert das Paar neben den Verstrickungen des Königshauses mit der britischen Boulevardpresse auch dessen Umgang mit der britischen Kolonialgeschichte und Rassismus - drei Jahre nach dem freiwilligen Rückzug aus der Royal Family. Nächsten Donnerstag sollen die übrigen drei Folgen gezeigt werden.

Titel aberkennen?

Der konservative Abgeordnete Bob Seely forderte, Harry und Meghan die royalen Titel abzuerkennen. "Wenn Du die Monarchie hassen willst, dann sei Mr. Windsor", sagte Seely der "Sun". Das Paar sei narzisstisch und "furchtbar". Kritiker wiesen auch darauf hin, dass Meghan sich über die mittlerweile gestorbene Queen und die Traditionen lustig gemacht habe, als sie Scherze über ihr erstes Treffen mit Harrys Großmutter machte und einen übertriebenen Knicks nachahmte. Die Boulevardpresse steht auf den Seiten der Royals und lässt sich ordentlich über "Harry & Megan" aus.

Zur Netflix-Serie seien weder der Buckingham-Palast noch der Kensington-Palast - der Sitz von Prinz William und seiner Frau Kate - oder einzelne Mitglieder der Royal Family für einen Kommentar angefragt worden, meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf royale Kreise. Dies steht im Widerspruch zu einem schriftlichen Hinweis gleich zu Beginn der Dokumentation, der suggeriert, dass im Laufe der Entstehung der Serie solche Anfragen gestellt worden seien. "Mitglieder der Königlichen Familie wollten die Inhalte dieser Serie nicht kommentieren", heißt es in weißen Buchstaben vor schwarzem Hintergrund.

(fd/apa)

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