Karfreitag: halber Feiertag!

ÖVP und FPÖ einig

Der Karfreitag wird ein halber Feiertag, ab 14 Uhr haben alle frei. Darauf haben sich nun die Verhandler Walter Rosenkranz von der FPÖ und Peter Haubner von der ÖVP geeinigt. Für evangelische Arbeitnehmer bedeutet das eine Verschlechterung, hatten sie doch bisher den ganzen Tag frei. Schon der heurige Karfreitag am 19. April soll übrigens ein halber Feiertag für alle werden.

Nötig ist eine Neuregelung wegen des Urteils des Europäischen Gerichtshofes. Dieser hat vor vier Wochen befunden, dass es gleichheitswidrig ist, wenn der Karfreitag nur für Angehörige der alt-katholischen Kirche, der evangelischen Kirchen AB und HB und der evangelisch-methodistischen Kirche als Feiertag (mit entsprechendem Zuschlag wenn gearbeitet wird) gilt. “Das EuGH-Urteil ist zu akzeptieren”, haben Haubner und Rosenkranz betont.

Österreich liege bei den Feiertagen europaweit im Spitzenfeld – und deshalb habe man nach einer Lösung gesucht, mit der die Karfreitagsregelung “nahe an der bisherigen Regelung” bleibt.

Gewerkschafter über "Regierungspfusch" empört

Die Arbeitnehmervertreter sind alles andere als begeistert von der Halb-Feiertagslösung für den Karfreitag. Für Handelsangestellte bringe diese nichts, hat GPA-djp-Chefin Barbara Teiber jetzt in einer Aussendung festgestellt. FSG-Chef Rainer Wimmer meint, dass dieser "Regierungspfusch" ein "nächster Kniefall vor der Industrie" sei.

Auch beim Karfreitag habe - wie bei der 60-Stunden-Woche und der "Zerstörung der Sozialversicherung" - "die Wirtschaft die Richtung für die Regierungspolitik" vorgegeben. "Die Industriellenvereinigung hält weiterhin die Zügel fest in der Hand", sagt Wimmer, der Bundesvorsitzende der Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB. Einmal mehr habe "die selbst ernannte 'soziale Heimatpartei'" - gemeint die FPÖ - die Arbeitnehmer verraten.

Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) hat den Kompromiss schon knapp vor Bekanntgabe der Einigung verteidigt: Österreich liege im Spitzenfeld bei Feiertagen, "deswegen sind Mehrbelastungen für die Wirtschaft schwer zu rechtfertigen", so Blümel in Brüssel. Gleichzeitig wolle die Regierung auch Betroffenen möglichst nichts wegnehmen.

(APA/Red)

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