OÖ: Jäger verurteilt

wegen Tierquälerei

(27.10.2021) Ein erstes Urteil gibt es bereits: Ein Wilderer wird wegen Tierquälerei verurteilt. Er muss mit einer Geldstrafe von 4.080 Euro rechnen. Von dem Vorwurf der Wilderei wurde er frei gesprochen.

Der Oberösterreicher soll eine zweistellige Anzahl an Wildtieren, die geschützt sind, geschossen haben. Dazu zählen unter anderem auch Eichelhäher und Dohlen. Laut seiner Aussage habe er die Tiere nur erlegt, weil sie Schaden angerichtet hätten. Der Schuldspruch wegen Tierquälerei wurde dann dennoch rechtskräftig. Vor einer Hausdurchsuchung seien mehrere Präparate weggeschafft worden. Das war der springende Punkt für den Schuldspruch.

Ursprünglich umfasste die Anklage insgesamt acht Personen. Fünf davon wurden bereits verurteilt, zwei sollen nun noch verhört werden. Die Gruppe soll von 2017-2020 Dutzende Wildtiere getötet haben.

Laut dem Strafantrag seien viele Wildtiere diverser Arten entweder im Kochtopf gelandet oder zu Präparaten verarbeitet worden sein. 37 Fakten wertet die Staatsanwaltschaft als schwerer Eingriff ins Jagdrecht, 35 als Tierquälerei. Zudem kommen noch Fälschungen von Jagdscheinen, Vergehen gegen das Waffenrecht und Urkundenunterdrückungen hinzu.

(MW)

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