Ansteckungsgefahr trotz Maske

bei Niesen und Husten

(23.12.2020) Wer aus geringer Distanz angeniest oder angehustet wird, läuft trotz Mund-Nasen-Masken Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Das zeigt jetzt eine neue Untersuchung von US-Wissenschaftern mit fünf verschiedenen Masken. Die Studie einer Gruppe um Krishna Kota von der New Mexico State University in den USA ist im Fachmagazin „Physics of Fluids“ erschienen. Nur eine spezielle Partikelmaske hat im Test einen hundertprozentigen Schutz gegen Tröpfchen mit Viruspartikeln geboten.

Ansteckung durch Niesen oder Husten

Es wurde eine Apparatur gebaut, die die Forschenden aus einer Entfernung von 1,83 Metern mit 40.000 Tröpfchen (Niesen) oder 3.000 Tröpfchen (Husten) besprühten. Die Geschwindigkeit der Tröpfchenwolke betrug 11,5 km/h.

Den Ergebnissen zufolge hat die zweilagige Stoffmaske 3,6% der Tröpfchen durchgelassen. Nachdem ein Nieser bis zu 200 Millionen Viruspartikel enthalten kann, wären das immer noch sieben Millionen, die durch die Maske gelangen - also viel zu viel. Laut früheren Erkenntnissen braucht es nämlich nur ungefähr 1.000 Partikel, um sich mit dem Coronavirus anzustecken.

Bei einer zweilagigen Stoffmaske mit Feinstaubfilter können immer noch 1,7% der Tröpfchen durch die Maske kommen. Nur eine N95- Maske, die den Standard der amerikanischen Bundesbehörde für arbeitsmedizinische Forschung Niosh erfüllt, filtert sämtliche Tröpfchen aus der Luft.

(vb)

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