Kuh tötet Touristin

So viel muss der Bauer zahlen

Mega-Wirbel um das Kuhattacken-Urteil in Tirol! Nachdem eine Urlauberin, die mit ihrem Hund unterwegs war, von Kühen zu Tode getrampelt worden ist, muss der Bauer 490.000 Euro Strafe zahlen - und das, obwohl er sogar Warnschilder aufgestellt hatte. Das Landesgericht Innsbruck ist der Ansicht, dass eine zusätzliche Abzäunung notwendig gewesen wäre. Der Hinweis auf das Vorhandensein einer Mutterkuhherde sei nicht ausreichend gewesen.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2014 ist eine 45-jährige Deutsche mit ihrem Hund gerade auf einem Wanderweg unterwegs gewesen, als die Kühe auf sie zugelaufen sind. Die Herde hätte es auf ihren Hund abgesehen gehabt, laut Zeugen habe der Hund die Kühe aber weder angebellt, noch auf eine andere Weise bedroht. Die deutsche Touristin ist von den Kühen totgetrampelt worden, auch eine 45 Minuten lange Reanimation hat ihr das Leben nicht mehr retten können.

Das Urteil könnte krasse Folgen haben: Weil Bauern um ihre Existenz fürchten, könnten Almwege komplett gesperrt werden. Das hätte wiederum Auswirkungen auf den Tourismus, so Wolfgang Kuttnig von der Wirtschaftskammer in Kärnten:

"Die Alpenkulisse ist ein sehr starkes Bild, mit dem wir im In- und im Ausland für den Tourismus werben. Auch für die Einheimischen wäre eine Sperre der Almwege problematisch, weil der Naturraum dadurch viel unattraktiver wird, weil man ihn nicht mehr begehen und erleben kann."

Das Problem liegt aber auch an der Einstellung der Touristen, so Wolfgang Kuttnig:

"Jeder hat in der Natur eine gewisse Selbstverantwortung. Denn weder die Bergrettung, noch der Bauer sind dafür verantwortlich, dass ich mich in dem Naturraum so benehme, wie ich mich eben zu benehmen habe."

Damit es zu solchen Vorfällen erst gar nicht kommt, sollten Wanderer folgende Regeln beachten:

Kuh Alm Wandern Grafik APA

Alm Kuh Wandern 2

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