NÖ: Tödlicher Böllerunfall

18-Jähriger tot

(01.01.2023) In Niederösterreich ist in der Silvesternacht ein junger Mann bei einem Pyro-Unfall ums Leben gekommen. Polizeiangaben zufolge wurde ein 18-Jähriger in St. Johann am Steinfelde, einer Katastralgemeinde von Ternitz (Bezirk Neunkirchen), bei der Explosion eines Feuerwerkskörpers tödlich verletzt. Er soll sich gemeinsam mit einem Gleichaltrigen über einen Böller gebeugt haben, der schließlich zündete. Die zweite involvierte Person erlitt schwere Blessuren.

Schauplatz des Unfalls war rund um Mitternacht laut einem Sprecher ein Feld. Mehrere Jugendliche schossen dort Pyrotechnik ab. Dazu wurden nach Polizeiangaben rund 50 Zentimeter lange Rohre aus Plastik platziert. Der genaue Unfallhergang war zunächst unklar. Der Tatort wurde abgesperrt, das Landeskriminalamt Niederösterreich übernahm die Ermittlungen.

Der Unfall zog einen großen Rettungseinsatz nach sich. Zwei Jugendliche wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt, zwei Mädchen erlitten einen Schock. Ein Anrainer berichtete der APA von einem großen "Aufgebot an Menschen": "Alles war voller Einsatzfahrzeuge."

Neben dem Vorfall im Bezirk Neunkirchen gab es in Niederösterreich in der Silvesternacht zwei weitere Pyro-Unfälle mit herben Folgen. In Lichtenau (Bezirk Krems) wurde ein 16-Jähriger bei der Explosion eines Böllers schwer verletzt. Der Gesundheitszustand des ins Krankenhaus geflogenen Jugendlichen wurde von der Polizei als kritisch bezeichnet.

In Kollmitzberg, einer Katastralgemeinde von Ardagger im Bezirk Amstetten, wurden einem 19-Jährigen von einem Böller mehrere Finger abgerissen. Darüber hinaus erlitten bei dieser Explosion einige weitere Personen ein Knalltrauma.

Polizeiangaben zufolge wurden in Niederösterreich in der Silvesternacht auch mehrere Brände verzeichnet. In Flammen gestanden seien im Bundesland etwa ein Rohbau sowie ein Carport.

(APA/CD)

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