Tödlicher Zug-Bus-Crash in Graz!

Kollission Graz

Tödliches Öffi-Unglück in Graz! Ein Zug und ein Linienbus sind heute Früh auf einem unbeschrankten Bahnübergang im Bereich Heubergergasse und Grottenhofstraße zusammengekracht. Dabei ist ein Mensch gestorben, zudem gibt es elf Verletzte, von denen ein Teil sogar schwer verletzt worden sein soll.

Leo Josefus von der Polizei Steiermark:
"Man weiß derzeit noch nichts über die Zusammensetzung der Fahrgäste, also wieviele Personen sich wo befunden haben. Die Verletzten wurden in umliegende Spitäler eingeliefert, man weiß aber noch nicht, um wen es sich handelt. Auch der genaue Unfallhergang ist noch unklar. Das Verkehrsunfallkommando ist vor Ort und Polizeihubschrauber machen sich ein Bild aus der Luft, um die Ursache herauszufinden."

13.40 Uhr Update

Offenbar unverletzt gebliebene Businsassen haben am Dienstag nach dem Zugsunglück in Graz laut Polizei die Unfallstelle verlassen, ehe die Einsatzkräfte eintrafen. Sie werden nun ersucht, sich bei der Verkehrsinspektion oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden. Es sei bisher unklar, wie viele Fahrgäste im Bus der Linie 33 mitgefahren sind, sagte Polizeisprecher Leo Josefus.

Gegen Mittag wurde die Unfallstelle immer noch vermessen und Fotos von den Ermittlern gemacht. Laut Josefus haben die Beamten mit der Befragung von Zeugen begonnen. Die Bahnstrecke blieb vorerst gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Umleitungen gab es auch für den Verkehr in der Grottenhofstraße. Für die Bergung des Zuges sowie des Busses wird schweres Gerät benötigt. Unklar ist noch, wie man vor allem zum Zug vorrücken kann, da die Gleise an der Unfallstelle nahe an Häusern und Infrastruktur liegen.

Die 34-jährige Buslenkerin - eine Grazerin - ist laut Polizei noch an der Unfallstelle verstorben. Das Rote Kreuz korrigierte indessen am frühen Nachmittag seine Zahlen: Insgesamt hat der Rettungsdienst elf Patienten versorgt, wobei das Todesopfer eingerechnet ist. Drei Patienten wurden in das LKH Graz, vier in das UKH Graz und drei ins Krankenhaus nach Wagna gefahren oder mit zwei ÖAMTC-Hubschraubern geflogen. Unter den zehn Patienten sind zumindest sieben, die schwere Verletzungen erlitten haben.

Bei der Hotline des Roten Kreuzes haben sich bis Mittag bereits einige Anrufer gemeldet, sagte Sprecher Lukas Kundigraber. Die Leitungen sind mit drei geschulten Mitarbeitern besetzt, die mit Betroffenen Gespräche führen können, um das Erlebte aufzuarbeiten.

(APA)

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