Ö: Immer mehr Schulverweigerer

Mobbing, Druck, Ängste

(11.09.2023) Fühlt sich auch dein Kind nur noch daheim richtig sicher? Die Zahl der Schulverweigerer steigt in Österreich stark an. Darauf machen Psychotherapeuten anlässlich des heutigen Schulbeginns im Westen und Süden Österreichs aufmerksam.

Bei Schulverweigerung handelt es sich nicht ums klassische Schwänzen. Schulverweigerer sind Kids, die auf Grund von Mobbing, Versagensangst oder Leistungsdruck wochen- bis monatelang daheimbleiben. Oft stecken auch familiäre Probleme dahinter, die Eltern sind jedenfalls meist machtlos. Das Kind hat panische Angst vor der Schule und weigert sich, außer Haus zu gehen.

Das Phänomen ist nicht neu, hat in den letzten Jahren aber leider sehr stark zugenommen, sagt Psychotherapeutin Barbara Haid:

"Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen hat gerade bei Kindern und Jugendlichen tiefe Spuren hinterlassen. Nun sind Krieg und Teuerung dazugekommen, die Kinder bekommen die Sorgen der Eltern mit. Sie haben also plötzlich mit sehr vielen Ängsten zu kämpfen, die es vor vier Jahren noch nicht gegeben hat. Und Ängste sorgen dann für ein Verweigerungsverhalten, weil sich die Kids nur noch daheim wirklich sicher fühlen."

Besonders gefährdet sind Kinder im Unterstufenalter, so Haid:
"Gerade in der Gruppe der 10- bis 15-Jährigen findet man am meisten Schulverweigerer. Das ist die Umbruchszeit, die intensivste Zeit der Pubertät. Das ist die größte Risikogruppe."

Eltern von Schulverweigerern sollten unbedingt Kontakt mit der Schule suchen und professionelle psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, so die Empfehlung.

Auch in unserem Podcast 'Ist das noch normal?' haben wir zuletzt über dieses Thema gesprochen. Hör hier rein!

(mc)

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