ÖBAG-Chef tritt zurück

Paukenschlag in Chat-Affäre

(08.06.2021) Paukenschlag in der Chat-Affäre: ÖBAG-Chef Thomas Schmid tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Nach den umstrittenen Chat-Nachrichten mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Finanzminister Gernot Blümel, gibt Schmid nun auf. Schmid und der Aufsichtsrat sind zu dem Schluss gekommen, dass der Rücktritt ein notwendiger Schritt sei.

Schmid trete auch von allen für die ÖBAG gehaltenen Aufsichtsratspositionen in Beteiligungsgesellschaften zurück. Am Montag vor einer Woche sind neue Chats von Schmid bekannt geworden, deren Inhalt für heftige Kritik der Opposition sorgte. Laut den in mehreren Medien veröffentlichten Protokollen hat Schmid mit einer Vertrauten unter anderem darüber diskutiert, in seiner neuen Funktion den Betriebsrat "abdrehen" zu wollen ("Und Betriebsrat. Weg damit."). "Das können wir nicht einfach so machen", soll ihm diese ausgerichtet haben, man müsse "auch andere Ideologien verstehen.“ Schmid Reaktion: "Andere Ideologien. Fu** that."

Schon Ende März hat es Aufregung um Chats des nunmehrigen Ex-ÖBAG-Chefs gegeben. "Du bist Familie", soll ihm Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) einmal geschrieben haben. Auch der Begriff" Schmid AG" ist gefallen. Vor seiner Bestellung zum ÖBAG-Vorstand soll Schmid den Kanzler gebeten haben, ihn "nicht zu einem Vorstand ohne Mandate" zu machen. Die Antwort von Kurz: "Kriegst eh alles, was du willst."

(APA/CD)

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