Orbán blockiert 90-Milliarden
Ukraine-Streit bei EU-Gipfel
(19.03.2026) Beim EU-Gipfel in Brüssel sorgt Ungarns Premier Viktor Orbán erneut für massive Spannungen: Er blockiert ein 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die Ukraine – und stellt ein klares Ultimatum.
„Kein Öl, kein Deal“: Orbán knüpft Hilfe an Bedingung
Orbán macht seine Linie unmissverständlich klar: Solange Ungarn kein russisches Öl erhält, werde es keine Zustimmung zu weiteren Ukraine-Hilfen geben. Hintergrund ist eine beschädigte Pipeline durch die Ukraine. Während Kiew von Kriegsfolgen spricht, wirft Orbán der Ukraine vor, die Reparatur bewusst zu verzögern.
Brisant: Laut EU hätte Ungarn bereits alternative Liefermöglichkeiten – diese wurden bisher aber nicht genutzt.
90 Milliarden Euro blockiert – EU sucht Ausweg
Durch das Veto liegt das geplante Hilfspaket aktuell auf Eis. Die EU-Staaten arbeiten nun an Lösungen, um die Blockade zu umgehen oder Orbán doch noch an Bord zu holen. Der Konflikt zeigt einmal mehr, wie schwierig gemeinsame Entscheidungen innerhalb der EU geworden sind.
Österreich reagiert kritisch
Bundeskanzler Christian Stocker äußerte beim Gipfel deutliche Kritik. Entscheidungen dürften nicht aus innenpolitischen Gründen blockiert werden, so der Kanzler.
Überschattet wird der Gipfel zusätzlich durch die internationale Lage. Neben dem Ukraine-Krieg sorgt auch der Konflikt im Nahen Osten für Unsicherheit auf den Energiemärkten. Vor allem die strategisch wichtige Straße von Hormus, über die ein großer Teil des weltweiten Ölhandels läuft, steht im Fokus.
Fazit: Orbán erhöht den Druck auf die EU
Mit seiner Blockade setzt Orbán die EU massiv unter Druck. Die kommenden Tage werden zeigen, ob ein Kompromiss möglich ist – oder ob der Streit die Unterstützung für die Ukraine weiter verzögert.
(fd/apa)