Pakete werden noch teurer
Neue EU-Abgabe ab Sonntag
(29.10.2026) Pass auf, wo du künftig bestellst! Ab dem 1. November fällt nämlich für Importe aus Drittländern eine neue EU-Abgabe an, die du zusätzlich zum Zoll und der Paketsteuer auch noch zahlen musst!
Insgesamt gibt es jetzt drei verschiedene Abgaben für Online-Bestellungen aus:
- EU-weiter Pauschalzoll: gilt ab dem 1. Juli. Du zahlst 3 Euro pro Warenkategorie für Kleinsendungen aus Drittstatten mit einem Wert unter 150 Euro.
- Nationale Paketsteuer: gilt seit dem 1. Oktober. Du zahlst 2,40 Euro pro Paket, unabhängig von der Anzahl der Produkte. Diese Steuer gilt auch für Bestellungen von EU-Händlern, sofern sie in Österreich mehr als 100 Millionen Euro Jahresumsatz erzielen.
- EU-weite Bearbeitungsgebühr: gilt ab dem 1. November. Die Bearbeitungsgebühr beträgt 2 Euro pro Warenkategorie und betrifft nur Warensendungen aus Drittstatten, allerdings anders als der Pauschalzoll, für Sendungen über 150 Euro Warenwert.
Was steckt dahinter?
Europa möchte Billig-Importe eindämmen! 2025 erreichten rund 5,9 Milliarden zollfreie Kleinpakete den EU-Raum. Laut Schätzungen waren 65 Prozent der Warensendungen falsch deklariert, um Abgaben zu umgehen. Laut Handelsverband zeigt auch schon der Pauschalzoll alleine Wirkung: „Das Paketvolumen aus Fernost ist allein dadurch im Juli um 26 Prozent und im August sogar um 30 Prozent eingebrochen", so Rainer Will zur Kronen Zeitung. Auch die Bearbeitungsgebühr begrüßt der Handelsverband ausdrücklich.
Paketsteuer in Kritik
Die nationale Paketsteuer kommt allerdings nicht so positiv an. Der Handelsverband hat sogar eine Petition dagegen gestartet. „Die nationale Paketsteuer macht den Einkauf teurer und entzieht unseren Betrieben Geld für Arbeitsplätze und Investitionen. Fast 3.000 Arbeitsplätze und 360 Millionen Euro an Wirtschaftsleistung stehen auf dem Spiel", heißt es auf der Website des Handelsverbands. Hier kannst du auch die Petition unterzeichnen.
(TH/krone.at)