Polizeigewalt bei Klima-Demo

Aktivist vor Gericht

(22.07.2019) Prozess um die Polizeigewalt bei einer Klimademo Ende Mai in Wien. Die Bilder, auf denen zu sehen war, wie ein Polizist auf einen am Boden fixierten Demonstranten eingeprügelt hat, oder ein anderer Aktivist beinahe von einem Polizeiauto überrollt worden wäre, haben in ganz Österreich für Entsetzen gesorgt.

Heute muss sich allerdings nicht einer der mutmaßlichen Prügelpolizisten, sondern ein Klimaaktivist vor Gericht verantworten. Und zwar wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt. Der 22-Jährige soll sich mit Schlägen und Tritten gegen die Durchsuchung seines Rucksacks gewehrt haben.

Stimmt nicht, sagt sein Anwalt Clemens Lahner:
„Mein Mandat ist ein friedlicher Mensch und hat absolut nichts getan.“

In Wahrheit sei der Aktivist das Opfer, so Lahner:
"Man sollte darüber sprechen, dass mein Mandat eine Rissquetschwunde an der Augenbraue erlitten hat. Und zwar weil er von den Beamten mit dem Gesicht auf den Asphalt geschlagen wurde. Das ist bei der heutigen Verhandlung zwar kein Thema, wir werden es aber zum Thema machen.“

Klimaaktivisten werden heute im Rahmen des Prozesses eines Mahnwache vor dem Wiener Straflandesgericht abhalten, um sich mit dem Angeklagten solidarisch zu zeigen.

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