Braunbär eiskalt erschossen

Steir. Prinz wird zum Wilderer

(05.05.2021) Es sind schreckliche Bilder, die am 13.März 2021 aus Rumänien kommen. Ein großer männlicher Braunbär liegt gekrümmt am Boden, erschossen von einem steirischen Prinzen.

Emanuel von und zu Liechtenstein, Besitzer der bekannten Riegersburg in der Oststeiermark, steht unter Tatverdacht. Er soll den gesunden Bären der Trophäe wegen getötet haben. Denn der bringt ihm 592.8 von 600 Trophäen-Punkten ein.

Verwechslung?

Braunbären sind geschützte Tiere in Rumänien. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie Mihai Dragan, Sprecher des rumänischen Umweltministeriums, erklärt: "Auch in Rumänien sind Bären geschützt. Außer es handelt sich um ein Problemtier, das enorme Schäden anrichtet, oder Menschen in Lebensgefahr bringt.“ Genau solch ein Problemtier wurde vor kurzem von einem rumänischem Bauern gemeldet und daher wurde eine Sondergenehmigung für jenes Tier erteilt.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um den erlegten männlichen Bären des Prinzen, sondern um ein kleines weibliches Exemplar. Da der Prinz ein geübter Schütze ist, geht das Ministerium Rumäniens nicht davon aus, dass er die Tiere verwechselt hat, sondern dass er die Genehmigung einfach ausgenutzt hat, um den punktebringenden Bären zu erlegen.

Ermittlungen

Sowohl der Prinz, als auch der Organisator der Jagd haben bis jetzt kein Kommentar zu den Vorwürfen abgegeben. Das rumänische Ministerium arbeitet derzeit auf Hochtouren um den Fall aufzuklären. In wenigen Tagen sollen die Untersuchungsergebnisse des Tatortes vorliegen.

(DP)

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