Rammstein im Visier

Staatsanwaltschaft ermittelt

(14.06.2023) Jetzt geht’s wohl doch ans Eingemachte. Die deutsche „Bild“-Zeitung berichtet, es wird jetzt ermittelt. Worum geht’s? Mutmaßliche sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung. In zwei Fällen wird nach Paragraf 177 des deutschen Strafgesetzbuches ermittelt

In den letzten Wochen ist es zu schweren Vorwürfen mehrerer Frauen gekommen. Die Frauen schildern Situationen, die sie teils als beängstigend empfunden hätten. Junge Frauen seien während Konzerten ausgewählt und gefragt worden, ob sie zur Aftershow-Party kommen wollen. Dort soll es nach Schilderungen einiger Frauen auch zu sexuellen Handlungen gekommen sein. Die Frauen seien zuvor aus einem Bereich ganz vorn im Zuschauerraum ausgewählt worden - der sogenannten "Reihe Null".

In einer Stellungnahme von Rammstein hieß es, die Vorwürfe hätten sie sehr getroffen und man nehme sie außerordentlich ernst. "Unseren Fans sagen wir: Es ist uns wichtig, dass Ihr euch bei unseren Shows wohl und sicher fühlt - vor und hinter der Bühne." Weiter hieß es in dem Schreiben vom Samstagabend: "Wir verurteilen jede Art von Übergriffigkeit und bitten euch: beteiligt euch nicht an öffentlichen Vorverurteilungen jeglicher Art denen gegenüber, die Anschuldigungen erhoben haben. Sie haben ein Recht auf ihre Sicht der Dinge." Auch die Band habe aber ein Recht - nämlich ebenfalls nicht vorverurteilt zu werden. Die Rammstein Fanbase steht jedenfalls hinter der Band.

Dagegen hält berechtigterweise, die deutsche Kulturstaatsministerin, Claudia Roth. Sie verurteilte Übergriffe in der Kultur scharf. "Patriarchales Mackertum und sexuelle Übergriffe haben in der Musikbranche, wie überhaupt in Kunst und Kultur und auch überall sonst, nichts mehr zu suchen", sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sie begrüße den Mut vieler junger Frauen, offen über ihre teilweise traumatischen Erlebnisse zu sprechen.

Till Lindemann, Sänger der deutschen Kultband Rammstein, hat am Donnerstag über seine neue Anwaltskanzlei Behauptungen einiger Frauen vehement zurückweisen lassen, im Umfeld von Konzerten unter Drogen gesetzt worden zu sein: "So wurde wiederholt behauptet, Frauen seien bei Konzerten von Rammstein mithilfe von K.O.-Tropfen bzw. Alkohol betäubt worden, um unserem Mandanten zu ermöglichen, sexuelle Handlungen an ihnen vornehmen zu können. Diese Vorwürfe sind ausnahmslos unwahr."

Für das Münchner Konzert gab es jedenfalls bereits Konsequenzen. Eine Fanreihe im Sicherheitsbereich unmittelbar vor der Bühne, die sogenannte Reihe Null, wurde verboten. Das Konzept für die Aftershowpartys sei ebenfalls geändert worden, hieß es im Umfeld der Berliner Band. Die Stadt Berlin indes hatte angekündigt, für die Auftritte der Band in der deutschen Hauptstadt die Aftershowpartys überhaupt zu verbieten.

Konzerte in Wien

Dazu meldet sich nun auch ÖVP-Frauenministerin Susanne Raab zu Wort: "Die Videos und Berichte vieler Frauen über sexuelle Gewalt bei Rammstein-Konzerten schockieren und machen mich sehr betroffen. Ich halte die Debatte in Deutschland über Möglichkeiten zum besseren Schutz von Frauen bei den Konzerten für richtig. Die Veranstalter und die Stadt Wien sind im Hinblick auf die geplanten Rammstein-Konzerte im Juli gefordert, geeignete Schutz-Konzepte zu erstellen." In Wien werden Rammstein am 26. und 27. Juli im Happel-Stadion erwartet.

(fd)

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