Rapper tanzen auf Friedhof

Riesige Empörung

(09.07.2022) Ein Video mit zwei Rappern, die auf dem einem österreich-ungarischen Soldatenfriedhof bei Triest singen und tanzen, sorgt für Empörung in Italien. Das Rapperduo "Depra ft. Senx" wählte den Friedhof, auf dem 1934 österreichisch-ungarische Soldaten begraben worden waren, um ein Video zu einem ihrer Songs zu drehen, in dem sie Drogenkonsum und Prostitution verherrlichen.

Das Video sorgte für helle Empörung, wie Triester Medien berichteten. "Manche Menschen ziehen leider keine Lehren aus der Geschichte. Ich hoffe, dass die zuständigen Behörden eine exemplarische Strafe gegen die Täter verhängen, auch um weitere ähnliche Vorfälle zu verhindern", kommentierte der regionale Sicherheitsbeauftragte Pierpaolo Roberti.

Auch die Senatorin aus Triest, Tatjana Rojc, verurteilte das Video der beiden Rapper. "Die Gedenkstätten unseres Landes sind keine Bühne für schräge Auftritte. Das ist skandalös, auf einem Friedhof, auf dem die sterblichen Überreste Hunderter unschuldiger junger Soldaten ruhen, die an einer der blutigsten und tragischsten Fronten des Ersten Weltkriegs kämpfen mussten, Werbung zu machen", so Rojc in einer Presseaussendung.

In dem von einer Steinmauer umgebenen Friedhof sind die österreichisch-ungarische Soldaten begraben, die während des Großen Kriegs zwischen Monfalcone und dem Monte Ermada gefallen sind. Auf der Wiese sind Kreuze aus Stein angeordnet. Der österreichisch-ungarische Friedhof von Aurisina ist heute sehr gut erhalten. Maßgeblich für die Pflege eingesetzt haben sich die Junge Feuerwehr Oberösterreich (1974-75) und anschließend die Vereinigung des Österreichischen Schwarzen Kreuzes (1993, 1996, 2010 und 2012).

(APA/CD)

Klima-Kleber-Proteste

Stadt München verhängt Verbot

RAF Camora vor Gericht

Wilde Schlägerei wegen Hotdog

Dugong auf Roter Liste

Seekühe vom Aussterben bedroht

Korruption im EU-Parlament?

Vier Festnahmen in Belgien

Künstler dürfen zum Mond

Milliardär lädt zur Mond-Reise

Schengen-Veto

Rumänien: Botschafter reisen aus

Tirol: Neunjährige belästigt

Vater verletzt Verdächtigen schwer

WHO tief besorgt

Antibiotika-Resistenz bedrohlich