Rassismus-Skandal bei Weinfest

Imoan Kinshasa 611

'Eine Schwarze im Dirndl ist für die Menschen offenbar eine Karikatur!'. So beschreibt die gebürtige Bayerin, die mittlerweile in Wien, lebt ihre Erlebnisse auf dem Weinfest in Traiskirchen.

Unter dem Pseudonym Imoan Kinshasa hat sie auf den rassistischen Vorfall aufmerksam gemacht. Als sie mit ihren Freundinnen beim Fest ankommt, wird sie gleich zu Beginn von einer Gruppe Jungs beschimpft. Auch andere Gäste sollen sich durch lautes Gerede und Geläster rassistisch benommen haben.

"Als wir in Traiskirchen waren, sind wir gerade mal aus der Badner-Bahn ausgestiegen, ein paar Meter gegangen und da war schon die Gruppe mit den Jungs hinter uns. Sie haben angefangen zu lachen und zu reden und ich habe sofort gehört, dass einer gemeint hat, 'ein Niger im Dirndl, jetzt habe ich alles gesehen - das kann ich jetzt abhaken'!"

Nachdem das Posting im Internet hohe Wellen geschlagen hat, hat Imoan den Beitrag wieder offline genommen. Aus noch unerklärlichen Gründen wurde sie auch für 24 Stunden von Facebook gesperrt. Sie selbst versteht nicht, warum es zu solchen Anfeindungen kommt.

"Das hat mich sehr verletzt. Man fühlt sich einfach so entwürdigt, wie ein Objekt, wie ein Zootier und ich bin auch ein Mensch, ich habe auch Gefühle, ich will das nicht hören, dass jemand so über mich redet. Auch für meine Freunde ist es immer sehr schmerzhaft, wenn sie sehen, wie andere Menschen über mich reden, wie andere Menschen mich quasi 'entmenschlichen'!"

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