Rendi-Wagner: Lage "hochriskant"

warnt vor weiteren Öffnungen

(27.02.2021) Klar gegen weitere Corona-Lockerungen in Österreich spricht sich heute SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner aus! Die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen hätten sich verdoppelt und die Lage sei laut Rendi-Wagner „hochriskant“. Weitere Öffnungen zum jetzigen Zeitpunkt würden den bereits bestehenden „Kontrollverlust“ beschleunigen.
"Ich warne vor weiteren Öffnungsschritten. Ich bin für einen Weg der Sicherheit, der Kontrolle und der Vorsicht. Ich will keine Situation wie wir sie in Österreich im November hatten", sagt sie. Öffnungen müssten nachhaltig sein und dürften keine weiteren Lockdowns zur Folge haben, so Rendi-Wagner auf einer Pressekonferenz.

Rendi-Wagner erinnert auch an die aufrührenden Bilder aus Italien vor einem Jahr: "Ich will keine Situation, wie sie vor einem Jahr in Italien in den Krankenhäusern in Bergamo stattgefunden hat. Wir alle haben diese Bilder offenbar schon vergessen. Ich will auch keine Situation wie sie gerade aktuell dieser Tage in Tschechien passiert, wo auch die Krankenhäuser in der Gesundheitsversorgung kollabieren. Eine solche Situation ist nicht nur für die Gesundheitsversorgung der Covid-Patienten gefährlich" - sondern letztendlich für die Versorgung aller Patienten, warnt sie.

Vor rund drei Wochen, als die Bundesregierung die leichten Öffnungen beschlossen hatte, sei die Zahl der täglichen Neuinfektionen "bei knapp über 1.000" gelegen, erinnert sie. "Die heutigen Zahlen zeigen einen Höchststand für den Februar bei fast 2.500 Neuinfektionen", diese Entwicklung sei "hoch riskant". Denn man habe aufgrund der "zu frühen Öffnungen, aufgrund der sich stark ausbreitenden Virusmutationen eine sehr instabile Situation".

Die Zahlen hätten sich "in den letzten zwei Wochen verdoppelt" und man könne "davon ausgehen, dass sich die Verdopplung der letzten zwei Wochen fortsetzt". Denn die aktuellen Infektionen werde man erst in zehn Tagen in den Statistiken sehen. Jeglicher weiterer Öffnungsschritt werde "den schon jetzt zu beobachtenden Kontrollverlust über das Infektionsgeschehen weiter beschleunigen."

(mkm/APA)

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